Details

Mai 2020

Alles rein ehrenamtlich: Über 1.500 Stoffmasken für das St. Remigius Krankenhaus

Gabi Baber hat keine Zeit für ihren Haushalt: Über 1.000 Masken hat ein Kreis von Ehrenamtlichen rund um die frühere pflegerische Leiterin der Anästhesieabteilung schon für das Opladener Krankenhaus genäht. Weitere 500 übergab sie nun an Hygienefachkraft Natalie Commandeur.

Gabi Baber, Natalie Commandeur und Maria Zimmermann

Gabi Baber (li.) und Maria Zimmermann (re.) überreichen Natalie Commandeur rund 500 Stoffmasken, die ein Kreis von ehrenamtlichen Helfern in den letzten Wochen genäht hat.

Wie viele Stunden Gabi Baber mit Telefonieren, Koordinieren und natürlich mit dem Nähen von Stoffmasken verbracht hat, kann sie nicht sagen. Doch eines weiß ganz sicher: Im Haushalt ist Einiges liegen geblieben. Nicht nur bei ihr, sondern auch bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen, die in den letzten Wochen rund 1.500 Mund-Nasen-Schutzmasken für das St. Remigius Krankenhaus Opladen genäht haben.

Begonnen hatte die Aktion mit einem Anruf vom Chefarzt der Anästhesie und Ärztlichen Direktor Dr. Gerhard Schuler, zu dem Gabi Baber auch nach dem Ende Ihrer aktiven Dienstzeit als pflegerische Leiterin der Anästhesieabteilung den Kontakt pflegt. „Er fragte, ob wir Stoffmasken nähen könnten“, so Gabi Baber. Ihre Antwort kam prompt: „Ich kümmere mich darum.“ Zu dieser Zeit war in der Klinik in Leverkusen-Opladen wie in allen medizinischen Einrichtungen noch unklar, wie sich die Lage am Markt für medizinische Schutzausrüstung entwickeln würde. Also organisierte Gabi Baber einen großen Kreis von Helferinnen und Helfern, per Telefon, über Bekannte und Freunde und durch einen Aufruf im Pfarrbrief. „Wir alle helfen gern und freuen uns, dass die Stoffmasken so gut ankommen“, sagt Gabi Baber. Und zum Einsatz der männlichen Helfer fügt sie schmunzelnd hinzu: „Die Männer übernehmen die Qualitätskontrolle.“

Gebraucht werden die Masken in vielen Bereichen des Hauses: Patientinnen und Patienten, die zu wichtigen ambulanten Terminen oder zu Reha-Maßnahmen ins Haus kommen, erhalten eine Stoffmaske ebenso wie werdende Väter, die die Geburt eines neuen Erdenbürgers begleiten. Die Masken müssen z.B. in den Fluren oder Wartebereichen sowie auf Station getragen werden, und die Resonanz ist durchweg positiv. „Durch das Tragen der Stoffmasken kann jeder seinen Teil dazu beitragen, dass das Infektionsrisiko im Krankenhaus so klein wie möglich gehalten wird“, erklärt Natalie Commandeur, Hygienefachkraft im St. Remigius Krankenhaus. „Wir sind sehr dankbar für die vielen Stunden, die die ehrenamtlichen Näherinnen für diese Arbeit geopfert haben. Und die Menschen freuen sich, wenn wir Ihnen eine handgefertigte Stoffmaske überreichen.“

Den Dank des St. Remigius Krankenhauses gibt Gabi Baber gerne an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer weiter. Einen Wunsch hat sie jedoch: „Vielleicht erkennt jemand die Arbeit, die hinter den Masken steckt und ist bereit, einen kleinen Betrag für eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Dann könnten unsere Stoffmasken in zweifacher Hinsicht helfen.“

 

 

 



< Sprechstunden in Kliniken finden wieder statt