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März 2020

St. Remigius Krankenhaus: Anästhesie-Team trainiert für Notfälle rund um die Geburt

Ärzte und Pflegekräfte im St. Remigius Krankenhaus Opladen sind bestens auf den Ernstfall vorbereitet

Die meisten Eltern dürfen sich über eine komplikationslose Geburt und ein gesundes Baby freuen. Kommt es aber zu Schwierigkeiten, muss in kürzester Zeit professionell gehandelt werden. Um bestmöglich auf geburtshilfliche Notfälle vorbereitet zu sein, hat das Anästhesie-Team des St. Remigius Krankenhauses Opladen ein Simulatortraining absolviert. Denn nicht nur Geburtsmediziner und Hebammen sondern auch Anästhesisten und Anästhesiepflegekräfte sind in kritischen Situationen gefragt.

Sechs Stunden lang probte das Team den Ernstfall. Ob Not-Kaiserschnitt oder Säuglings-Reanimation – verschiedene Szenarien wurden durchgespielt, um in jeder Hinsicht optimal darauf vorbereitet zu sein. „Genauso wichtig wie die fachliche Kompetenz ist die Kommunikation zwischen den Beteiligten“, betont Dr. Gerhard Schuler, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin. „Innerhalb von Sekunden müssen wir Entscheidungen treffen und dabei reibungslos Hand in Hand arbeiten.“  Dieses Zusammenspiel könne man am besten in realitätsnahen Simulationen trainieren.

Aber natürlich stellen Neugeborene auch aus medizinischer Sicht besondere Herausforderungen an Ärzte und Pflegekräfte. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Und Babys schon gar nicht“, sagt Dr. Gerhard Schuler. Ein Beispiel: Die Blutgefäße der Neugeborenen sind so klein, dass es mitunter kaum möglich ist, eine Vene zu punktieren, um Medikamente zu verabreichen. Eine lebensrettende Alternative kann dann ein sogenannter intraossärer Zugang sein, bei der eine Kanüle in den Knochen eingestochen wird. Über die Knochenmarkhöhle können sich Medikamente dann gut im Körper verteilen. Das Team übte deshalb an Modellen, entsprechende Zugänge zu legen.

Auch die Intubation von Neugeborenen – also das legen eines Schlauchs zur künstlichen Beatmung – wurde trainiert. Zusätzlich zu solchen speziellen Kursen finden im Bereich der Geburtshilfe am St. Remigius regelmäßig interne Fortbildungen statt, an denen Geburtsmediziner, Hebammen und das Anästhesie-Team teilnehmen.

 „Das Training war anstrengend und hat uns gefordert, aber hat auch viel Spaß gemacht“, zieht Dr. Gerhard Schuler ein Fazit. „Auch als Team sind wir weiter zusammengewachsen. Den Tag haben wir anschließend gemeinsam in der Kölner Altstadt ausklingen lassen.“



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