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Februar 2020

Wiesdorf: Ehrenamtliche seit einem Vierteljahrhundert für Patienten da

Gisela Reinmuth erhält Elisabeth-Kreuz für ihr Engagement im St. Josef Krankenhaus Wiesdorf

Claus Matesewitz vom Patientenmanagement (1. von links), Chefarzt Sascha Wihstutz (2. von links), Krankenhaus-Direktorin Daniela Becker (3. von links), Klaus Fengler vom Diözesan Caritasverband Köln (2. von rechts) und Ernst Auschner von der Ökumenischen Krankenhaushilfe (1. von rechts) gratulierten Gisela Reinmuth (3. von rechts) zu ihrem 25. Jubiläum als Grüne Dame im St. Josef Krankenhaus Wiesdorf.

Ein 25. Dienstjubiläum ist etwas Besonderes – vor allem, wenn eine Ehrenamtliche es feiert. Gisela Reinmuth engagiert sich seit einem Vierteljahrhundert in der Ökumenischen Krankenhaushilfe des St. Josef Krankenhauses in Wiesdorf und durfte sich nun über eine besondere Ehre freuen. Mit dem Elisabeth-Kreuz erhielt die 80-Jährige die höchste Auszeichnung für Ehrenamtliche der Caritas-Konferenzen. Überreicht wurde es von Klaus Fengler vom Diözesan Caritasverband Köln.

Zu den Gratulanten zählten außerdem Krankenhaus-Direktorin Daniela Becker und Chefarzt Sascha Wihstutz. „Der Einsatz von Gisela Reinmuth ist wertvoll und außergewöhnlich“ sagte Daniela Becker. „Wir hoffen, dass Sie uns noch lange erhalten bleibt.“ Als Grüne Dame verschenkt sie ihre Zeit an Patienten, hört ihnen beispielsweise zu, liest aus der Zeitung vor oder erledigt kleine Besorgungen. Seit 2006 leitet sie zudem die Gruppe der insgesamt 13 Ehrenamtlichen im St. Josef Krankenhaus Wiesdorf. Eigentlich sind die Grünen Damen und Herren jeweils an einem Vormittag wöchentlich vor Ort. Als Leiterin kommt Gisela Reinmuth aber nahezu täglich vorbei. Sie möchte ein offenes Ohr für ihre Teammitglieder haben. „Natürlich erleben wir in einem Krankenhaus auch traurige Momente und mir ist wichtig, dass niemand mit belastenden Eindrücken nach Hause geht.“ Ohnehin würden die schönen Erlebnisse überwiegen. „Wir bekommen von den Patienten sehr viel zurück“, betont Gisela Reinmuth. Wenn sie sich Zeit für Gespräche nimmt, vertrauen ihr die Patienten oft sehr persönliche Dinge an. „Sie sind uns Ehrenamtlichen gegenüber absolut offen und erzählen uns Manches, was sie selbst mit ihrer Familie nicht besprechen würden.“ Sascha Wihstutz, Chefarzt in dem auf Altersmedizin spezialisierten Krankenhaus, wundert das nicht. „Die Ehrenamtlichen kommen mit viel Zeit und Ruhe zu unseren Patienten, hören einfach mal zu.“ Er selbst hätte dafür gerne mehr Zeit: „Alte Menschen haben Geschichten zu erzählen, die spannender sind als jeder Hollywood-Streifen.“ 

So lange es ihr gesundheitlich noch möglich ist, möchte Gisela Reinmuth ihr Ehrenamt fortführen. Ihr Engagement begonnen hat Gisela Reinmuth, nachdem die Kinder aus dem Haus waren und sie in den vorzeitigen Ruhestand gegangen ist. „Ich komme aus einem Arzthaushalt und wollt eigentlich selbst Medizin studieren. Aber zu meiner Zeit haben Mädchen nicht allein entschieden, welchen Weg sie einschlagen und so bin ich Lehrerin geworden.“ Das Engagement bei der Ökumenischen Krankenhaushilfe sei dann eine tolle Möglichkeit gewesen, doch noch an ihren alten Traum von der Arbeit im Krankenhaus anzuknüpfen.

Wer sich selbst ehrenamtlich in der Gruppe engagieren möchte, ist jederzeit herzlich willkommen. Interessierte können sich an Leiterin Gisela Reinmuth wenden (Telefon 02 14/4 65 43)



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