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November 2019

Diabetes-Tag am 14. November – besondere Expertise am St. Remigius Krankenhaus Opladen

Menschen mit Diabetes müssen zuweilen wegen anderer Beschwerden ins Krankenhaus, beispielsweise für eine Operation am Knie. Aber können sie immer sicher sein, dass sie dort mit ihrer Vorerkrankung optimal versorgt werden? Etwa bei einer auftretenden Unterzuckerung? Im St. Remigius Krankenhaus Opladen können sie sich darauf verlassen.

Diabetes gehört zu den Volkskrankheiten in Deutschland. Aktuell sind mehr als 7 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes mellitus erkrankt. Allein im Kreis Leverkusen sind es mehr als 8 Prozent der Einwohner. Erst Anfang des Monats hat die AOK neueste Zahlen veröffentlicht. Die Stoffwechselerkrankung betrifft Menschen in allen Altersgruppen und Lebenslagen und bedeutet einen großen Einschnitt im Leben der Betroffenen. Da Diabetes an sich nicht schmerzhaft ist und die Symptome einzeln genommen meist nicht als gravierend wahrgenommen werden, wird die Diagnose oft erst recht spät gestellt, so dass die Vermutung besteht, die Zahlen liegen noch viel höher. Die Diabetologin Isabel Thelen kann den Trend der kontinuierlichen steigenden Patientenzahlen für ihr Arbeitsgebiet bestätigen. „Dass die Diabeteszahlen kontinuierlich steigen, merken wir in unserer Fußambulanz. Allein im letzten Quartal haben wir 450 Patienten bei uns behandelt.“

Die Herausforderung für eine erfolgreiche Behandlung besteht in einer sektorübergreifenden Zusammenarbeit von Spezialisten verschiedener Fakultäten und Professionen in einem stationär-ambulant übergreifenden Behandlungsprozess unter Einsatz modernster Behandlungsmethoden. Dabei sind die Verantwortungen durch festgelegte Prozessabläufe im Rahmen der „Integrierten Versorgung des Fußnetzwerkes diabetischer Fuß Rheinland“ definiert. „Damit sich Patienten in diesem Behandlungsablauf nicht verlieren, werden sie von so genannten 'Kümmerern' in der diabetologischen Abteilung des St. Remigius Krankenhauses und den umliegenden Schwerpunktpraxen während des gesamten Behandlungsablaufs begleitet“, erklärt die Medizinerin. Bei der Bewältigung von 10.000 ambulanten Behandlungskontakten bei 1.800 ambulanten Patienten im Jahr sowie ca. 400 stationären Patienten kann das Team des St. Remigius Krankenhauses auf eine Vielzahl professionell geschulter Wundmanager und Diabetesberater zurückgreifen. Nur hierdurch ist die Umsetzung eines aufwendigen Wundmanagements und Einstellung des Diabetes möglich. Befragt zu Ergebnissen sagt Diabetologin Isabel Thelen stolz: „In Zusammenarbeit mit allen erforderlichen Spezialisten im Rheinland konnte eine Reduzierung der Amputationsrate um 72 % gegenüber einer Regelversorgungsgruppe erreicht werden.“ Ein Engagement, das auch die Krankenhaus-Direktorin Daniela Becker anerkennt: „Die Patienten profitieren von dieser interdisziplinären Zusammenarbeit. Gerade weil Diabetes-Patienten oft noch weitere Erkrankungen haben, die mitbehandelt werden müssen, ist besondere Expertise gefragt.“ Zu den diabetologischen Leistungen der Abteilung gehören auch Neueinstellungen bei Ersterkrankungen besonderer Schwere, Therapieumstellungen, Betreuung von Diabetes in der Schwangerschaft, mit stationsbegleitende Schulungen und Diätberatungen.

Der Welt-Diabetes-Tag wurde 1991 von der International Diabetes Federation (IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als weltweiter Aktionstag eingeführt, um auf die steigende Verbreitung des Diabetes mellitus aufmerksam zu machen. Als Tag wurde der 14. November gewählt, das ist der Geburtstag von Sir Frederick Banting, der gemeinsam mit Charles Best 1922 das lebenswichtige Insulins entdeckte.

 



< Gesund altern – eine Illusion? Medizinischer Vortrag am 12. November 2019, 18 Uhr im Pfarrsaal St. Martin, Kaiserstraße in Langenfeld.