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Oktober 2019

Tatort Lunge – Ärzte informieren am 23. Oktober

Vom ersten Schrei bis zum letzten Atemzug bestimmt die Lunge unser Leben. 10.000 bis 20.000 Liter Luft atmen wir jeden Tag wie von selbst ein und aus. Ohne den lebenswichtigen Sauerstoff kann unser Gehirn maximal zwölf Minuten überleben. Die Lunge ist eines unserer leistungsstärksten Organe. Doch äußere und selbst verursachte Belastungen machen die Lunge zu einem unübersichtlichen Tatort. Der nächste medizinische Vortrag am 23. Oktober, von 18-20 Uhr im Pfarrsaal St. Paulus Langenfeld in der Treibstraße aus der Reihe „Rundum gesund in Langenfeld“ widmet sich einer Bestandsaufnahme.

Die Lunge ist ein Organ, das in direkter Verbindung mit der Außenwelt steht. Wegen der hohen Schadstoffbelastung verfügt sie deshalb über ein äußerst wirkungsvolles Reinigungssystem. Dennoch nehmen Atemwegserkrankungen stetig zu. Dennoch nimmt die Zahl der Lungenerkrankungen weltweit zu. „Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit COPD inzwischen die dritthäufigste Todesursache nach Herzerkrankungen und Schlaganfall“, sagt Dr. Klaus Generet. Der Chefarzt der Inneren Medizin am St. Josefs Krankenhaus Hilden ist als Pneumologe unter anderem spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie dieser Krankheitsbilder. „Das Paradoxe der Situation: die Auslöser sind meistens bekannt und oft vermeidbar“, so der Mediziner weiter.  Acht von zehn COPD-Patienten sind Raucher. Lungenkrebs hätte ohne Zigaretten Seltenheitswert.

Ist Lungenkrebs diagnostiziert, suchen Ärzte zusammen mit dem Betroffenen die bestmögliche Therapie. Diese richtet sich zum einen nach dem Tumor-Typ, dessen Größe und Sitz, zum andern nach dem Fortschritt der Krankheit. Die beiden Leverkusener Chefärzte Dr. Claudia Münks-Lederer und Dr. Dirk Wassenberg informieren zu unterschiedlichen operativen Methoden von Lungenkrebs. Dr. Münks-Lederer stellt endoskopische Behandlungsmöglichkeiten vor sowie die Methode des bronchialen Ultraschalls, der die Vorteile aus Bronchoskopie und Sonographie vereint. „Wir müssen wissen, ob in den Lymphknoten an den Bronchien bereits Krebszellen nachzuweisen sind. Ist das nicht der Fall hat der Krebs mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht gestreut“, so die Chefärztin der Inneren Medizin am St. Remigius Krankenhaus. Anknüpfend an den Veranstaltungstitel – ein wichtiges Instrument zur Spurensicherung am Tatort. Ist eine Operation angezeigt,  ist das Ziel des thoraxchirurgischen Eingriffes die vollständige Entfernung des Tumors und aller mitbefallenen Strukturen. Gleichzeitig wird versucht, möglichst viel von dem funktionstüchtigen Lungengewebe zu erhalten.

„Operationen an der Lunge stellen schwerwiegende und aufwändige Operationen dar. Insbesondere die Aufrechterhaltung der Atmung bzw. der Sauerstoffversorgung des Körpers während des Eingriffs bedeutet eine große Herausforderung für Operateure und Anästhesisten“, so der Chefarzt für Viszeral- und Thoraxchirurgie Dr. Dirk Wassenberg. Daher bedarf es ausführlicher Untersuchungen vor einer Lungenoperation, einer genauen Operationsplanung und einer intensiven Nachbetreuung der Patienten.

Neben der hohen Kompetenz in der Diagnostik und Therapie bösartiger Tumore der Lunge besteht im St. Remigius Krankenhaus Opladen auch eine ausgewiesene Expertise für die Behandlung gutartiger, angeborener und/oder chronischer Erkrankungen der Lunge.



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