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Juli 2019

Geplante Operationen: Hygienesets senken das Infektionsrisiko

Im St. Josef Krankenhaus Haan und im St. Josefs Krankenhaus Hilden erhalten Patienten vor geplanten Operationen kostenfrei spezielle Hygienesets, mit denen sie die die natürliche Keimlast auf ihrer Haut reduzieren können, um Infektionen zu vermeiden.

Der Ärztliche Direktor und hygienebauftragte Arzt Dr. Udo Huberts, die leitende Hygienefachkraft Elmar Klebert und Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Hans Bayer-Helms präsentierten Hygienesets, mit denen das Infektionsrisiko bei Operationen gesenkt wreden kann.

Kleine Päckchen mit großer Wirkung: Wer sich im St. Josef Krankenhaus Haan oder im St. Josefs Krankenhaus Hilden einer geplanten Operation unterzieht, erhält zuvor eine kleine durchsichtige Tasche mit einer Waschlotion und einem Nasengel. „Wenn unsere Patienten die Produkte in den Tagen vor dem Eingriff sorgfältig anwenden, können Sie damit die natürliche Keimlast auf ihrer Haut reduzieren“, erklärt Dr. Udo Huberts, Ärztlicher Direktor der St. Josef Krankenhauses Haan und hygienebauftragter Arzt. In der Folge sinkt dann auch das Risiko einer Infektion, die auftreten kann, wenn Keime von der Haut in einer Operationswunde gelangen. Sogar gegen multiresistente Erreger wie beispielsweise MRSA, wirken die Produkte. „Die Keime bringen unsere Patienten mit ins Krankenhaus“, betont Dr. Bayer-Helms, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Josefs Krankenhaus Hilden und St. Josef Krankenhaus Haan. „Den Begriff Krankenhauskeim mögen wir deshalb nicht besonders.“ Alle Menschen würden Keime auf ihrer Haut tragen, die aber bei einem intakten Immunsystem nicht krank machen. Weil Menschen Bakterien auf sich tragen, die wichtig für den Schutz der Haut und die Verdauung sind, schaffen die Lösungen aus dem Hygieneset keine sterile Situation.

„Das Hygieneset ist aber nur eine von zahlreichen Maßnahmen, die wir zum Schutz unserer Patienten durchführen“, erklärt Elmar Klebert, leitende Hygienefachkraft der Kplus Gruppe. Beispielsweise werden alle Patienten mittels eines Abstriches aus Mund oder Nase auf multiresistente Keime untersucht. Wird dabei eine problematische Keimbelastung nachgewiesen, kann vor der Operation eine sogenannte Sanierung durchgeführt werden, um die Keime zu beseitigen. Dass die Maßnahmen greifen, zeigt die äußerst geringe Zahl von Infektionen nach Eingriffen: Weniger als ein Prozent der Patienten, die ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk in den Krankenhäusern in Hilden und Haan erhalten, sind davon betroffen.

  



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