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Juni 2019

MS: Neue Ambulanz an der St. Lukas Klinik

Pünktlich zum Welt-MS-Tag, der um Verständnis für Multiple Sklerose und ihre Betroffen wirbt, eröffnet an der St. Lukas Klinik eine MS-Ambulanz. Auf Überweisung eines Neurologen hilft und berät Dr. Christoph Schorn.

Dr. Christoph Schorn, Oberarzt der Neurologie, leitet die MS-Ambulanz an der Solinger St. Lukas Klinik.

Spezialist für Multiple Sklerose in Solingen: Dr. Christoph Schorn. Foto: Kplus Gruppe

Man nennt sie die Krankheit der 1000 Gesichter. Multiple Sklerose. „MS zeigt sich in einer Vielzahl Symptomen und verläuft bei jedem Patienten anders“, erklärt Dr. Christoph Schorn. Deshalb sei manchmal auch die Abgrenzung zu anderen entzündlichen Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems schwierig. Der Oberarzt der Neurologie an der St. Lukas Klinik weiter: „Eine zweite Meinung kann dann bei der Auswahl der richtigen Therapie helfen.“ Denn gerade bei den Behandlungsmöglichkeiten hat sich in den letzten Jahren viel getan. „MS ist längst nicht mehr mit dem Rollstuhl gleichzusetzen“, sagt der 42-jährige Neurologe. „Dank moderner Medikamente und einer früheren, aggressiveren Therapie können wir den Krankheitsverlauf in vielen Fällen deutlich verlangsamen.“ Heilen lässt sich MS allerdings noch nicht.


Ursache für die Multiple Sklerose ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems, die zu mehreren Entzündungsherden im Gehirn und im Rückenmark und schließlich zu Zerstörung von Nervenfasern und Vernarbungen von Nervengewebe führt. „Reize und Befehle, die vom Gehirn an die Muskeln und Organe gesendet werden, kommen nicht oder nur verzögert an“, erklärt Dr. Christoph Schorn, der vor knapp drei Jahren von den regionalen MS-Zentren in Essen und Köln nach Solingen wechselte.


Pünktlich zum Welt-MS-Tag kann Dr. Christoph Schorn sein Wissen nun auf Überweisung eines niedergelassenen Neurologen auch ambulant weitergeben. „Die MS-Ambulanz ist eine sinnvolle Ergänzung zu dem Angebot in den Praxen“, erklärt Prof. Dr. Marcel Dihné, Chefarzt der Neurologie an der St. Lukas Klinik. Die Behandlung erfolge dann in enger Abstimmung mit dem überweisenden Neurologen. Spontan und ohne Termin geht das allerdings auch in der St. Lukas Klinik nicht. „Die MS-Ambulanz ist eine Art Praxis im Krankenhaus, die sich in die Abläufe der Klinik integrieren muss“, sagt Dr. Christoph Schon. Eine Terminvereinbarung ist daher zwingend erforderlich.



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