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Februar 2019

Haan: Dem Faser-Muskel-Schmerz auf der Spur

Rund 80 Interessierte beim Patientenseminar Fibromyalgie.

Dr. Peter Rensmann, Leiter der Schmerzambulanz im St. Josef Krankenhaus Haan

Dr. Peter Rensman, Chefarzt im St. Josef Krankenhaus Haan

Schmerzen in Muskeln und Gelenken am ganzen Körper, sinkende Belastbarkeit, Schlafprobleme – und oftmals eine Ärzte-Odyssee: So erleben Betroffene das Krankheitsbild Fibromyalgie. Beim Patientenseminar am 30. Januar 2019 im St. Josef Krankenhaus Haan informierten sich rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der rätselhaften Krankheit.

Fibromyalgie ist nicht heilbar, aber erfolgreich behandelbar. Das machten Dr. Peter Rensmann, Chefarzt der Anästhesie, Intensiv- und Schmerzmedizin, und Deniz Erdogmus in ihrem Vortrag deutlich und stellten dazu den interdisziplinären, multimodalen Ansatz in der Schmerzambulanz des St. Josef Krankenhauses Haan vor.

Dr. Artur Schikowski, Leiter des Schmerzinstituts Düsseldorf, erläuterte das Thema aus neurologischer Sicht, Dr. Sabine Mettler aus der Praxis RHIO – Rheumatologie, Immunologie und Osteologie am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf arbeitete die vielfältigen Differenzialdiagnosen aus dem Bereich der Rheumatologie heraus.

Johanna Landgraf vom Psychologischen Dienst des St. Josef Krankenhauses Haan stellte das „Rätsel Fibromyalgiesyndrom“ in den Kontext von Psychotherapie, und erklärte, warum Verhaltenstherapie so wichtig und hilfreich bei der Behandlung ist.

Alexandra Rensmann, Praxis für ganzheitliche Physiotherapie in Haan, brachte die Veranstaltung sprichwörtlich in Bewegung mit ihren beispielhaften Übungen. Sie veranschaulichte das ganzheitliche physiotherapeutische Therapiekonzept „Atmung, Bewegung und Gewebebehandlung“ und machte den Betroffenen die zentrale Bedeutung von Selbstaktivierung durch Ausdauersport deutlich.

An der Veranstaltung nahmen auch Betroffene Patientinnen teil, unter anderem von der Selbsthilfegruppe Fibromyalgie Hilden/Haan. Deren Sprecherin, Susanne Stump, erläuterte die wertvolle Hilfestellung der Gruppe.

Nach den Vorträgen wurde die Möglichkeit zum Austausch rege genutzt. Zudem bot Oberarzt Dr. Michael Berger die Möglichkeit zur Anmeldung in der Schmerzambulanz am St. Josef Krankenhaus Haan. „Es war uns wichtig, diese immer noch als stigmatisierend empfundene und häufig missverstandene Erkrankung als das darzustellen, was sie tatsächlich ist – eine zwar multifaktoriell verursachte, aber anatomisch und physiologisch erklär- und nachweisbare Erkrankung. Die Betroffenen dadurch emotional zu entlasten und ihnen Raum für gegenseitigen Austausch zu geben, ist uns - so das einhellige Feedback aus dem Publikum - mit dieser Veranstaltung gelungen“, so der Organisator Dr. Peter Rensmann.



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