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Januar 2019

St. Lukas Klinik: 12.000 Patienten in einem Jahr

Die St. Lukas Klinik blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Noch nie wurden so viele Patienten behandelt. Krankenhaus-Direktor Johannes Wecker sieht darin Erfolge medizinischer Strategien. Mit den steigenden Patientenzahlen steigt auch der Bedarf insbesondere an Pflegekräften.

Ein erfolgreiches Jahr für die Solinger St. Lukas Klinik, noch nie hatte man mehr als 12.000 Patienten innerhalb eines Jahres behandelt. Die meisten in der Inneren Medizin und der Neurologie mit dem angeschlossenen Schlaganfallzentrum.

Dr. Markus Meibert, Chefarzt der Chirurgie an der St. Lukas Klinik, bei der Abschlussuntersuchung bei Müslüm Acikgöz, der am vorletzten Tag des Jahrs als Notfall operiert werden musste. Der 42-jährige Solinger ist der 12.000 Patient, der im vergangenen Jahr in der St. Lukas Klinik stationär behandelt wurden.

Silvester im Krankenhaus – damit hatte Müslüm Acikgöz nicht gerechnet. Als Notfall kam er am vorletzten Tag des Jahres in die St. Lukas Klinik. Der Blinddarm drohte zu platzen. Noch am selben Tag wurde er operiert. Womit der 42-Jährige, der für die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Bus fährt, auch nicht gerechnet hatte: Er ist der 12.000 Patient, der im Jahr 2018 stationär behandelt wurde. Ein kleines Jubiläum: So viele Patienten hat die St. Lukas Klinik noch nie in einem Jahr aufgenommen.
„Das ist schon ein Sprung“, sagt Krankenhaus-Direktor Johannes Wecker. In den Jahren zuvor hatte sich die Patientenzahl immer um die 11.000 bewegt. Ihn und Pflegedirektor Jens H. Robra freut es, dass die Maßnahmen und Strategien offensichtlich greifen – trotzdem sehen sich die beiden Vertreter des Direktoriums damit auch vor eine weitere Aufgabe gestellt „Wir suchen Personal insbesondere in der Pflege, um auch weiter die Qualität bieten zu können, die wir von uns selbst erwarten“, sagt Jens H. Robra.
Die Strategie, so ist Johannes Wecker sicher, greift. Die Patientenzahlen beweisen das. „Wir brechen Abteilungsgrenzen auf und können so die Patienten umfassender behandeln.“ Onkologen, Chirurgen und Internisten arbeiten eng zusammen, entwickeln gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan für jeden Patienten. Auch Neurologen und Kardiologen suchen zum Beispiel gemeinsam nach Ursachen für einen Schlaganfall, um einen weiteren zu vermeiden. „Hier nutzen wir auch moderne digitale Möglichkeiten, um beides zu schaffen: Das Fachwissen der Ärzte bestmöglich zu nutzen und damit den Patienten optimal zu versorgen.“ Konkret filtert ein Programm das EKG auf Auffälligkeiten. Nur diese Sequenzen werden von den Kardiologen beurteilt.
Im Krankenhaus arbeiten Menschen für Menschen. „Wir versuchen unsere Mitarbeiter – und uns selbst – fit für die jeweiligen Aufgaben zu machen.“ Da ist die fachliche Qualifikation auf der einen Seite, da ist die menschliche Kompetenz auf der anderen Seite. „Wir haben in der Kplus Gruppe ein spezielles Programm für Führungskräfte entwickelt, das verpflichtend ist“, sagt Jens H. Robra. Chefärzte, Oberärzte, Stationsleitungen und ihre Stellvertretungen, Abteilungsleiter – alle nehmen am Führungsprogramm bei. „Das wird sehr gut angenommen.“
Stillstand ist Rückschritt. „Wir werden uns weiter spezialisieren müssen“, sagt Johannes Wecker. Auch gemeinsam mit Partnern. Mit der radprax habe man die Neuroradiologie etablieren können – allein über 80 Eingriffe bei akuten Schlaganfällen in den ersten neun Monaten, sei schon ein sehr guter Anfang. Mit dem Städtischen Klinikum Solingen sei man über den Geriatrieverbund und das Neurozentrum verbunden. In konkreten Planungen sei bereits ein Kopf-Hals-Tumor-Zentrum mit den tragenden Fachabteilungen der HNO des Städtischen Klinikums und der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der St. Lukas Klinik.
Pläne gibt es genug. Auch das operative Ergebnis sieht gut aus. „Da schreiben wir schwarze Zahlen“, sagt Johannes Wecker. Nur das zusätzlich benötigte Personal fehlt noch.
Und Müslüm Acikgöz? Er hat schon die Tasche gepackt. Der Ultraschall ist unauffällig, die Blutwerte in Ordnung. „Ich muss mich Zuhause noch ein bisschen schonen, aber ich bin froh, dass man mir hier so schnell geholfen hat.“



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