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Juli 2018

St. Joseph Altenheim: Neubau wächst zusehends

120 Bewohner sollen die Einzelzimmer des Neubaus an der Langhansstraße ziehen. Der erste Bauabschnitt soll zum Ende des Jahres fertig sein.

Neubau der Senioreneinrichtung St. Joseph Altenheim in Solingen Ohligs in Modulbauweise.

20 Tonnen am Haken. Eines von 50 Raummodulen für den ersten Bauabschnitt des St. Joseph Altenheims wird angeliefert. Foto: Kplus Gruppe GmbH

Richtfest? Grundsteinlegung? Das gehört der Vergangenheit an. Im St. Joseph Altenheim an der Langhansstraße schweben jetzt ganze Zimmer für den Neubau ein. Während eines kleinen Empfangs wurden die ersten Raummodule für den ersten Teilbau der Ohligser Senioreneinrichtung begrüßt.  „Es ist nicht nur eine technische und logistische Höchstleistung, sondern auch eine besondere Herausforderung quasi um unsere Bewohner herum zu bauen“, sagt Franziskus von Ballestrem, Bereichsdirektor Senioren der Kplus Gruppe, zu der das St. Joseph Altenheim gehört. 120 Bewohner leben weiterhin in der Einrichtung. Sie werden Ende des Jahres in den Neubau umziehen.


Dann wird der Altbau abgerissen und in einem zweiten Bauabschnitt ein gleicher Schenkel an den neuen Gebäudeteil angesetzt. „Bis alles fertig ist, müssen wir natürlich alle noch etwas zusammenrücken“, sagt Einrichtungsleiterin Birgitt Jansen, „aber das schweißt uns zusammen, Bewohner und Mitarbeiter gleichermaßen.“ Ende 2020 sollen dann alle 104 Raummodule, die bis zu 20 Tonnen wiegen, verbaut sein. Das Gebäude wird dann auch gedämmt und eingeputzt sein. „Niemand wird dann mehr sehen können, dass das Haus ein Modulbau ist“, verspricht Architekt Thomas Schönauer.


Möglich wird der Neubau mit 120 statt 80 Bewohnerplätzen durch eine Sondergenehmigung des Landes Nordrhein-Westfalen. Hieran  hatte Josef Neumann, Solinger Mitglied des Landtags, tatkräftig mitgewirkt und freute sich entsprechend über den jetzt schnellen Baufortschritt. „Das ist ein guter Tag für Solingen.“ Für Gregor Hellmons, Geschäftsführer der Kplus Gruppe, wird es auch zukünftig in der Senioreneinrichtungen wie das St. Joseph Altenheim geben müssen: „Der Bedarf ist da, und danken der Stadt Solingen für die Unterstützung bei unserem Vorhaben.“


Auch bei 120 Bewohnern werden die einzelnen Bereiche überschaubar und persönlich bleiben. Auf den vier Etagen des Neubaus werden jeweils 30 Senioren in zwei Gruppen mit 15 Menschen leben. „Wir werden auf jeder Etage zum Beispiel eine Küche für Kochangebote haben“, freut sich Birgitt Jansen auf die dann möglichen neuen Betreuungsangebote.


Schon jetzt sehen die Zimmer fast wohnlich aus. Heizkörper, Steckdosen, Waschbecken und teilweise schon Tapeten sind in den Modulen bereits integriert. „Das bedarf alles eine guten Planung im Vorfeld“, erklärt Torsten Kanitz. Der Architekt ist Leiter der Technischen Abteilung der Kplus Gruppe und hat schon viele Bauprojekte begleitet. Mit ALHO Systembau hat er sich einen international erfahrenen Systembauer an die Seite geholt, der auch die Logistik mit der Anlieferung, Lagerung und Abruf der Bauelemente geplant hat. Bis zum 3. August werden jede Nacht neue Raumodule mit Schwerlasttransporten nach Solingen gebracht, auf der gesperrten Langhansstraße gelagert und Stück für Stück abgerufen. „Wir sind gut in der Zeit“, sagt Torsten Kanitz.



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