Details

Mai 2018

Sichere Operation der Schilddrüse: Förderverein hilft dem St. Josef Krankenhaus Haan mit Spende

Einmal mehr unterstützt der Verein der Freunde und Förderer des St. Josef Krankenhauses Haan die medizinische Arbeit der Klinik an der Robert-Koch-Straße. "Dank einer Spende der Eheleute und Vereinsmitglieder Gerhard und Karin Schmitz kann das Krankenhaus bei Schilddrüsen-Operationen ein modernes Neuromonitoring-Gerät nutzen", erklärt der langjährige Vereinsvorsitzende Friedhelm Rüffer.

Mit einer Spende hilft der Förderverein einmal mehr dem St. Josef Krankenhaus Haan.

Oberärztin Anke Meyer (li.) und Dr. Thomas Ehmann (3.v.li.), Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Josef Krankenhaus Haan, erklären Friedhelm Rüffer (r.), Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des St. Josef Krankenhauses Haan, Marlies Goetze (2.v.l.), Geschäftsführerin des Fördervereins, und den Fördervereinsmitgliedern Gerhard und Karin Schmitz wie Neuromonitoring funktioniert. Foto: Kplus Gruppe

Chefarzt Dr. Thomas Ehmann, der die Allgemein- und Viszeralchirurgie in Haan leitet, freut sich über das Engagement des Fördervereins: "Mit dem Neuromonitoring-Gerät steigern wir die Sicherheit bei Schilddrüsenoperationen." Oberärztin Anke Meyer ergänzt: "Das gilt für die Patienten und die Operateure gleichermaßen."

Unmittelbar hinter der Schilddrüse verlaufen die rückläufigen Stimmbandnerven. Bei jeder Schilddrüsenoperation sind diese Nerven in Gefahr. Weil sie dem übrigen Gewebe hinter der Schilddrüse ähneln, erfordert der Eingriff aller größte Sorgfalt. Verletzt ein Chirurg versehentlich die Stimmbandnerven, kann es zur Beeinträchtigung der Stimmbandfunktion kommen. Die Folgen sind Heiserkeit, bei einer beidseitigen Lähmung der Stimmbandnerven kommt es außerdem zu Atemnot.

"Und genau hier können wir mit dem kontinuierlichem Monitoring während des Eingriffs an der Schilddrüse die Funktion der Nerven überwachen", sagt Dr. Thomas Ehmann. Der Clou an dem Verfahren: Bei der Operation ist der Beatmungsschlauch mit einer Elektrode bestückt, die elektrische Reize wahrnimmt. Wird der Nerv während der Operation "gestress"“, meldet das Gerät dies sofort durch einen Warnton. Dr. Thomas Ehmann: "Studien belegen, dass sich durch Neuromonitoring Verletzungen und Lähmungen der Stimmbandnerven verhindern lassen."

Die Schilddrüse befindet sich unterhalb des Kehlkopfes und ist etwa so groß wie eine Walnuss. Sie ist das zentrale Organ zur Regulierung des menschlichen Hormonhaushalts. In Deutschland ist Jodmangel der häufigste Grund für eine Vergrößerung und Funktionsstörung der Schilddrüse. Nicht immer lassen sich diese Probleme mit Medikamenten in den Griff bekommen. Dann kann eine Operation geboten sein, bei der die Schilddrüse teilweise oder vollständig entfernt wird.



< Lungentag in Hilden: Dicke Luft - Gefahr für die Lunge