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Januar 2018

Dr. Mahdis Najafpour übernimmt die Leitung der Frauenklinik in Opladen

Die gebürtige Iranerin möchte in der Behandlung von Inkontinenz und Krebserkrankungen des Unterleibs neue Maßstäbe setzen.

Spezialistin für Uro-Gynäkologie (Harn-Inkontinenz der Frau) in Leverkusen - die neue Chefärztin im St. Remigius Krankenhaus Opladen Dr. Mahdis Najafpour.

Neue Chefärztin der Frauenklinik in Leverkusen-Opladen: Dr. Mahdis Najafpour.

Ärztin sein – das wollte Dr. Mahdis Najafpour so lange sie denken kann. Eigentlich Chirurgin. „Aber ich bin schnell zur Gynäkologie gekommen“, sagt die 41-Jährige. „In meinem Fach verbinden sich vielfältige Operationen und das Wunder der Geburt.“ Die Faszination trägt Dr. Mahdis Najafpour. Zum 1. Januar hat die gebürtige Perserin die Leitung der Frauenklinik am St. Remigius Krankenhaus Opladen übernommen, nachdem ihr Vorgänger Dr. Anton Humrich nach fast drei Jahrzehnten in den Ruhestand gewechselt ist. „Wir sind froh, die Stelle so schnell und so gut nachbesetzen zu können“, sagt Dr. Martin Biller, als Krankenhaus-Direktor der beiden katholischen Krankenhausstandorte in Leverkusen für die kaufmännische Entwicklung verantwortlich.

Vieles will Dr. Mahdis Najafpour beibehalten – das „Opladener Modell“ in der Geburtshilfe zum Beispiel. Hebammen begleiten nicht nur die Geburt im St. Remigius Krankenhaus, sondern sind auch auf der Wöchnerinnenstation die Ansprechpartnerinnen für die jungen Mütter und ihre Kinder. „Ich kenne und befürworte die hebammenorientierte Geburtshilfe und möchte sie weiter ausbauen.“ 

Dr. Mahdis Najafpour möchte Tabus brechen. Etwa 40 Prozent der Frauen jenseits der Wechseljahre sind von Harninkontinenz, ungewolltem Harnverlust, betroffen. „Aber viele trauen sich nicht darüber zu sprechen – noch nicht einmal mit ihrem Arzt“, sagt die neue Chefärztin. Mit einem engmaschigen Konzept aus Aufklärung, Diagnostik, konservativer Therapie mit Beckenbodentraining und Elektrostimulation und Operationen soll ein Beckenbodenzentrum aufgebaut werden. „Die Anmeldung zur Zertifizierung haben wir bereits abgeschickt“, sagt sie keine zwei Wochen nach ihrem Dienstantritt. 

Auch, aber nicht nur bei der Behandlung der Harninkontinenz kommt der Wahl-Kölnerin ihre breite Erfahrung der minimal-invasiven Operationstechniken zu Gute. „Natürlich kann man auch immer den Bauch aufschneiden und schauen, was los ist“, sagt Dr. Mahdis Najafpour. Aber der Schaden sei durch die großen Schnitte sehr groß. Außerdem bieten die neuen Kameras auch die Möglichkeit zu vergrößern, so dass der Operateur fast mehr sehe als beim offenen Schnitt. Die minimal-invasiven Techniken wird die neue Chefärztin auch in der Tumorchirurgie etwa bei Krebserkrankungen der Gebärmutter und der Eierstöcke anwenden. 



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