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Dezember 2017

Handchirurgie ist neuer Schwerpunkt an der St. Lukas Klinik

Der Chefarzt der Chirurgie Dr. Markus Meibert holt mit Anne Brüske eine Spezialistin für die feinen Strukturen der Hände nach Solingen.

Frakturen der Hand, Schnittverletzungen, Überlastungsschäden und angeborene Fehlbildung der Hand gehören zu den Einsatzgebieten von Anne Brüske, Fachärztin für Handchirurgie.

Anne Brüske leitet den Schwerpunkt Handchirurgie innerhalb der chirurgischen Abteilung von Chefarzt Dr. Markus Meibert. Foto: Kplus Gruppe

Anne Brüske hat ein Händchen für Feines. Die 42-Jährige leitet den neuen Schwerpunkt Handchirurgie innerhalb der Abteilung für Chirurgie an der St. Lukas Klinik. Deren Chefarzt Dr. Markus Meibert holte die Monheimerin zurück in sein Team. Man kennt und schätzt sich. In Solingen hatte Anne Brüske Teile ihrer Weiterbildung zur Chirurgin unter Dr. Markus Meibert absolviert, bevor sie sich weiter als Orthopädin und Unfallchirurgin und in der Folge zur Handchirurgin qualifizierte. „Wir haben schon vorher Handchirurgie gemacht“, betont Dr. Markus Meibert, „aber auf einem anderen Niveau.“ Der neue Schwerpunkt sei eine wichtige Weiterentwicklung, gerade auch im Hinblick auf das zertifizierte Traumazentrum an der St. Lukas Klinik.


Hände haben Anne Brüske schon in den Bann gezogen, lange bevor ihr Berufswunsch als Chirurgin gefestigt war. „Mein Bruder ist Linkshänder. Als Kind war ich schon fasziniert davon, wie er schreibt“, sagt Anne Brüske. Wie komplex das Zusammenspiel der Sehnen, Bänder, Nerven und Knochen ist und gleichzeitig wie fein die Strukturen – das hat Anne Brüske dann im Studium und vor allem am BG Klinikum Hamburg erleben dürfen. In der ältesten Klinik für Handchirurgie hat sie als Fachärztin gearbeitet „und nur Handchirurgie gemacht“.


Die Oberärztin operiert an der Schwanenstraße Brüche an der Hand, kümmert sich um – auch tiefe – Schnittverletzungen, therapiert Überlastungsschäden und angeborene Fehlbildungen der Hand. Dabei ist sie oft im Millimeterbereich unterwegs.“ Je weiter die Verletzung Richtung Fingerkuppe liegt, desto schwieriger werden die Operationen. „Die Strukturen sind dann so fein, feiner als Haare, da können weder Mensch noch Roboter noch operieren“, sagt Anne Brüske.


Krankenhaus-Direktor Johannes Wecker freut sich über das zusätzliche Leistungsspektrum innerhalb der Chirurgie. „Wir haben mit der Radiologie-Praxis radprax hier am Haus und mit dem Therapiezentrum die Infrastruktur, um auch diese Patienten gut zu versorgen.“


Handchirurgen brauchen eine gute Kondition. Die Operationen der feinen Strukturen der Hand fordern Konzentration und dauern gerade nach Unfällen oft viele Stunden. Anne Brüske sucht sich den Ausgleich. Mischlingsrüde Freddie hilft dabei, mit ihm ist sie schon morgens vor dem Dienst am Rhein unterwegs. Und die Hände? Anne Brüske trainiert sie – am Klavier.



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