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April 2019

Leverkusen: Chefarzt des Wirbelsäulenzentrums kommt von der Charité

Dr. Cornelius Jacobs ist Spezialist für den Rücken. Seit April leitet der 41-Jährige das Wirbelsäulenzentrum am St. Remigius Krankenhaus Opladen.

Operationen an der Wirbelsäule sind das Spezialgebiet von Dr. Cornelius Jacobs, der seit April das Wirbelsäulenzentrum am St. Remigius Krankenhaus Opladen in Leverkusen als Chefarzt leitet.

Wirbelsäulenspezialist Dr. Cornelius Jacobs kam über die Berliner Charité und das Universitätsklinikum Bonn an das Leverkusener St. Remigius Krankenhaus Opladen. Foto: Kplus Gruppe

Für Dr. Cornelius Jacobs ist es das schönste Fach innerhalb der Medizin: die Wirbelsäulenchirurgie. „Es erfordert innere Ruhe und eine langjährige Ausbildung“, sagt Orthopäde und Unfallchirurg, der zudem das Masterzertifikat der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft DWG besitzt. Während der Eingriffe operiert Dr. Cornelius Jacobs oft nur wenige Millimeter vom Rückenmark entfernt. „Wenn wir Schrauben in die feinen Strukturen der Halswirbelsäule einbringen müssen, bleibt oft nur ein Millimeter rechts und links von der Schraube“, erklärt der in Göttingen geborene Wirbelsäulenspezialist. Kein Wunder, das Ruhe und Präzision hier wichtige Voraussetzungen sind.


Dabei werden die Operateure durch einen 3D-Bildwandler unterstützt, den das St. Remigius Krankenhaus Opladen für rund 350.000 Euro angeschafft hat. „Damit können wir schon während des Eingriffs überprüfen, ob eingebrachte Schrauben exakt sitzen“, sagt Dr. Cornelius Jacobs. Die neue dreidimensionale Bildgebung noch während der Operation soll die Notwendigkeit von Folgeoperationen vermindern und die Sicherheit der Patienten erhöhen. Gleiches gilt für die Navigation, die es ermöglicht, den idealen Bohrungspunkt exakt zu treffen. Deren Anschaffung ist für das Jahr 2020 geplant.
Bevor er jetzt ans St. Remigius Krankenhaus Opladen kam, leitete Dr. Cornelius Jacobs die Wirbelsäulenzentren an der Berliner Charité und dem Universitätsklinikum Bonn. „In Opladen wird ebenso auf universitärem Niveau moderne Medizin angeboten“, sagt Dr. Cornelius Jacobs. „Und gleichzeitig ist man im Gegensatz zur Universität ganz nah am Patienten.“ Eine perfekte Kombination für zweifachen Familienvater, den Tochter und Sohn fit halten.


Die Leidenschaft für den Rücken hat den 41-Jährigen schon früh gepackt. Zunächst war es der teilweise dramatische Alltag der Unfallmedizin. „Ich habe viel in der Notfallmedizin gearbeitet und bin drei Jahre auf dem Rettungshubschrauber Christoph 5 geflogen“, sagt Dr. Cornelius Jacobs. Dazu kam das Faible für Präzision und Sorgfalt, die Ruhe, die in wächst, wenn es schwierig wird. Ideale Voraussetzungen für die Wirbelsäulenchirurgie.


Operationen an der Wirbelsäule können, so der neue Chefarzt, nur letztes Mittel der Wahl sein. Erst müssten alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sein: Physiotherapie, Krankengymnastik, Medikamente. „Wenn Patienten aber nur mit Schmerzmitteln leben können, muss man überlegen, ob man mit einer vergleichsweise kleinen Operation schon viel lindern kann.“ Dauerhaft unter Schmerzmitteln leben zu müssen, sei keine gute Option, ist die Überzeugung des Chefarztes.



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