Details

April 2018

Remigius-Krankenhaushilfe feiert Jubiläum

Ehrenamt – unbezahlt und unbezahlbar. Seit 35 Jahren schenken die Mitarbeiter der Krankenhaushilfe im St. Remigius Krankenhaus Opladen den Patienten vor allem eins: ihre Zeit. Gleich vier Frauen, die von Anbeginn an dabei sind, wurden besonders geehrt.

Grüne Damen in blau: Die Krankenhaushilfe engagiert sich seit 35 Jahren ehrenamtlich im St. Remigius Krankenhaus Opladen.

Diakon Josef Kürten, zurzeit Patient im St. Remigius Krankenhaus Opladen, freut sich über die regelmäßigen Besuche der Krankenhaushilfe, die gerade ihren 35. Geburtstag feiert. Neben Leiterin Rosemarie Weber (2. v. l) engagieren sich auch Christel Stankovic und Monika Tinnemann (links).

Ein Lächeln ist für Monika Tinnemann der Lohn. „Wenn ich den Patienten ein Lächeln entlockt und selbst aus dem Krankenzimmer mit einem Lächeln hinausgehe, dann spüre ich echte Dankbarkeit“, sagt die 63-Jährige. Das ist die Motivation, sich immer wieder mit den Menschen, ihren Schicksalen und ihrer Geschichte auseinander zu setzen. Denn: Wenn die Mitarbeiter der Krankenhaushilfe an die Zimmertüren klopfen, wissen Sie nicht, was sie erwartet. „Jeder Besuch ist anders“, sagt Rosemarie Weber, die sich seit 15 Jahren für die Patienten des St. Remigius Krankenhauses in Opladen engagiert. Vor fünf Jahren hat sie die Leitung der Gruppe, die aus 32 Frauen und einem Mann besteht, von Gabriele Schulte übernommen. 20 Jahre stand sie an der Spitze.
Gegründet wurde die Hilfe 1983 von Therese Krall. Die Ehefrau des damaligen Ärztlichen Direktors hatte die Idee aus den USA mitgebracht und in Diakon Josef Kürten sofort einen Mitstreiter gefunden. Aktuell muss Josef Kürten die Hilfe der Damen selbst in Anspruch nehmen, seit einigen Tagen ist er Patient und freut sich über die regelmäßigen Besuche am Krankenbett.
Die Aufgaben, mit denen die Ehrenamtlichen Patienten und Mitarbeiter gleichermaßen unterstützen können, sind vielfältig. Sie gehen in die Patientenzimmer, kommen ins Gespräch, begleiten auf Spaziergängen, erledigen kleinere Botengänge – sie sind da und schenken ihre Zeit. Wie Christel Stankovic, die seit zehn Jahren regelmäßig auf unterschiedlichen Stationen im Krankenhaus unterwegs ist. „Ich hatte in der Familie einige Pflegefälle, und nach ihrem Tod war da eine Leere, die ich sinnvoll füllen wollte“, sagt die 74-Jährige. Sie habe in ihrem Leben so viel Glück gehabt. „Das wollte ich gern zurückgeben.“
Die Ehrenamtler gehörten fest zum Team, weiß Daniela Becker. „Für die Pflege ist ihr Dienst eine enorme Bereicherung“, sagt die Krankenhaus-Direktorin, die die beiden Leverkusener Kliniken der Kplus Gruppe leitet. Hildegard Holle, Christa Ballas, Maria Michaelis und Christa-Maria Sauer wurden während der Jubiläumsfeier von Stadtdechant Heinz-Peter Teller besonders hervorgehoben. Seit 35 Jahren – vom ersten Tag an – sind die vier Frauen regelmäßig im St. Remigius Krankenhaus Opladen für die Patienten unterwegs. Als Dank und Anerkennung übergab Heinz-Peter Teller eine Urkunde und die Ehrennadel der Caritas.




< Vernissage zum Senioren-Projekt der "Kunstpaten" im Haus Rheinpark in Leverkusen