Details

Februar 2017

Fibromyalgie: Rätselhaften Schmerzen auf der Spur

Beim Praxisseminar in der Aula des St. Josef Krankenhauses Haan gab es von Experten viele Informationen zum Thema Fibromyalgiesyndrom.

Das Refererententeam zum Praxisseminar Fibromyalgiesyndrom von Chefarzt Dr. Peter Rensmann.

Das Referententeam (von links): Dr. Artur Schikowski, Leiter des Schmerzinstituts Düsseldorf, Dr. Hans-Eckard Langer, Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf, Dr. Peter Rensmann, Chefarzt für Anästhesie, Intensiv- und Schmerzmedizin und Leiter der Schmerzambulanz am St. Josef Krankenhaus Haan, Petra Schweda vom psychologischen Dienst und Christian Beimel vom Therapiezentrum des St. Josef Krankenhauses Haan. Foto: Kplus Gruppe


Pro Quartal widmet sich die von Dr. Peter Rensmann geleitete Schmerzambulanz am Haaner St. Josef Krankenhaus mehr als 300 Patienten. „Und dabei ist auch immer wieder Fibromyalgie ein Thema”, bestätigt der Chefarzt für Anästhesie, Intensiv- und Schmerzmedizin. Fibromyalgie – das bedeutet für Patienten, chronische Schmerzen am ganzen Körper zu empfinden. Dazu kommen zahlreiche Begleitsymptome die von Müdigkeit, Schlafstörungen, über Konzentrations- und Antriebsschwäche bis hin zu Wetterfühligkeit, Schwellungsgefühl an Händen, Füßen und Gesicht reichen.

Das Krankheitsbild Fybromyalgie wirft etliche Fragen auf: Wie gelingt die Abgrenzung zum Rheumatismus? Wie wirken sich Depressionen auf die Erkrankung aus? Welchen Patienten hilft wieviel Bewegung gegen den Schmerz? Grund genug für Schmerzambulanz-Leiter  Dr. Peter Rensmann, in seiner Funktion als Regionalleiter der  Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) zum interdisziplinären DGS-Praxisseminar „Rätsel Fibromyalgiesyndrom” einzuladen. In der Aula des St. Josef Krankenhauses Haan beleuchtete  Dr. Artur Schikowski, Leiter des Schmerzinstituts Düsseldorf, das Thema aus neurologischer Sicht, Dr. Hans-Eckard Langer, Praxis RHIO – Rheumatologie, Immunologie und Osteologie Schwerpunkt Rheumatologie am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf, vom Standpunkt des Rheumatologen aus. Petra Schweda vom psychologischen Dienst des St. Josef Krankenhauses Haan und Christian Beimel vom Therapiezentrum des St. Josef Krankenhauses Haan stellten das „Rätsel Fibromyalgiesyndrom” in den Kontext von Psycho- beziehungsweise Physiotherapie.

Entsprechend lautet das Fazit von Dr. Peter Rensmann: „Schmerztherapie muss grundsätzlich interdisziplinär ausgerichtet sein. Und Fibromyalgie lässt sich erst recht nicht im Alleingang behandeln.” Beispielsweise reichten rein pharmakologisch ausgerichtete Therapien nicht aus. Trotz Medikamenteneinnahme fühlten sich Schmerz- beziehungsweise Fibromyalgie-Patienten zunehmend zermürbt oder geschwächt. Die Bereitschaft, auf den Patienten, dessen Bedürfnisse und Fähigkeiten einzugehen, sei die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Chefarzt Dr. Peter Rensmann: „Unser Ansatz ist es, den ganzen Menschen zu sehen und nicht nur seine Schmerzen zu therapieren.”



< Zentrale Aufnahme wird eigenständige Abteilung in Solingen