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November 2016

Drei stille Killer beim Patientenforum am 23. November im St. Josef Krankenhaus Haan

Bluthochdruck, Diabetes und Cholesterin gelten als stille Killer. Und doch werden sie oft unterschätzt. Grund genug, dass mit Chefarzt Dr. Henning Henke und Oberarzt Dr. Thomas Ellermann zwei Experten der Inneren Medizin des St. Josef Krankenhauses Haan dem gefährlichen Trio am Mittwoch, 23. November ab 17.00 Uhr, anlässlich der diesjährigen Herzwoche der Deutschen Herzstiftung ein zweistündiges Patientenforum samt Vorträgen und Fragerunde widmen. Treffpunkt ist in der Aula des St. Josef Krankenhauses Haan. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Chefarzt Dr. Henning Henke und Oberarzt Dr. Thomas Ellermann aus der Inneren Medizin des St. Josef Krankenhauses Haan laden am 23. November 2016 zum Patientenforum.

Chefarzt Dr. Henning Henke und Oberarzt Dr. Thomas Ellermann (unten) laden am 23. November zum Patientenforum. Unter anderem wird dort Petra Schweda vom psychologischen Dienst zum Thema Stress referieren.

Unerkannt und unbehandelt können Bluthochdruck, Diabetes und ein hoher Cholesterinspiegel zu einer Gefahr für Herz und Gefäßsystem werden. Es drohen Herzinfarkt, Schlaganfall oder der plötzliche Herztod. „Damit unser Herz täglich 7.000 Liter Blut durch unser Gefäßsystem pumpen kann, um Organe und Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen, müssen wir gegen die drei stillen Killer vorgehen”, sagt Oberarzt Dr. Thomas Ellermann, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie in der Abteilung Innere Medizin am St. Josef Krankenhaus Haan.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Schätzungsweise 20 Millionen Erwachsene in Deutschland haben Bluthochduck, vier Millionen Betroffene wissen jedoch nichts von ihrer Erkrankung. Dr. Henning Henke, Chefarzt der Inneren Medizin am St. Josef Krankenhaus Haan stellt klar: „Je höher der Blutdruck ist, desto mehr muss das Herz arbeiten. So wird die Wand der linken Herzkammer dicker, und die Blutzufuhr zum Herzen reicht nicht mehr aus, um alle Organe und das Gewebe ausreichend mit Blut zu versorgen. Das Herz wird dauerhaft geschädigt, kann versagen.”

Diabetes ist ähnlich gefährlich und schleichend in seiner Wirkung. Die Erkrankung, von der an die sieben Millionen Deutsche betroffen sind, beschleunigt die Schädigung der Gefäßinnenhaut der Herzkranzgefäße (Arteriosklerose). „Das Herzinfarktrisiko steigt bei Diabetikern gegenüber Nicht-Diabetikern um das Sechsfache bei Frauen und um das Zwei- bis Vierfache bei Männern”, warnt Herzspezialist Dr. Thomas Ellermann.

Tückisch ist auch ein erhöhter Cholesterinspiegel. Er lässt das Infarktrisiko steigen, weil er zu Gefäßveränderungen und Ablagerungen in den Arterien des Herzens und auch in Hirnarterien führen kann. Und das Ganze, ohne Beschwerden zu verursachen. „Das verleitet dazu, diese Krankheiten auf die leichte Schulter zu nehmen und eine Therapie zu vernachlässigen”, sagt Chefarzt Dr. Henning Henke.

Die beiden Experten sind sich sicher, dass Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Cholesterinspiegel bei frühzeitiger Diagnose beeinflussbar sind. Übergewicht, zu viel Salz, unausgewogene Ernährung,  zu wenig Bewegung, Alkohol und Nikotin sind Risikofaktoren, die die drei stillen Killer begünstigen. „Daran kann man eine Menge ändern”, sagen Chefarzt Dr. Henning Henke und Dr. Thomas Ellermann unisono. Sie empfehlen beispielsweise, sich fünf Mal in der Woche für 30 Minuten Bewegung zu verschaffen, kaliumreiches Gemüse und Obst auf den Speiseplan zu setzen.

Beide Mediziner werden beim Patientenforum am 23. November über Diagnosen und Therapien referieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Außerdem wird Petra Schweda vom psychologischen Dienst des St. Josef Krankenhaus Haan zum Thema Stress aus psychologischer Sicht referieren.



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