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Juli 2016

MRSA: Lungenspezialist des St. Remigius Krankenhauses an weltweiter Studie beteiligt

Dr. Marc Spielmanns, Chefarzt Innere Medizin des St. Remigius Krankenhauses Opladen, und sein Team haben zwischen März und April 2015 an einer globalen MRSA-Beobachtungsstudie teilgenommen. 222 Medizinische Zentren weltweit erfassten alle außerhalb einer Klinik erworbenen Lungenentzündungen und untersuchten sie auf den gefährlichen, multiresistenten MRSA-Erreger. Die Werte für Deutschland sind besser als erwartet.

Globale Forschung: Der Chefarzt Innere Medizin am St. Remigius Krankenhaus Opladen, Dr. Marc Spielmanns, hat an der globalen GLIMP-Studie mitgewirkt. Foto: Kplus Gruppe

Dr. Marc Spielmanns, Chefarzt Innere Medizin am St. Remigius Krankenhaus Opladen, hat an der globalen GLIMP-Studie mitgewirkt. Foto: Kplus Gruppe

Die Angst der Patienten vor MRSA ist groß, unter anderem weil die Behandlung mit Antibiotika als schwierig gilt. Die jetzt veröffentlichte GLIMP-Studie befasst sich mit dem Thema Lungenentzündung und MRSA: Forscher aus 54 Ländern lieferten Daten von 3702 Betroffenen. Aus Deutschland nahmen acht Medizinische Zentren teil und sammelten Werte von 134 Betroffenen. Allein die Abteilung Innere Medizin des St. Remigius Krankenhauses in Opladen, das zur Kplus Gruppe gehört, steuerte die zuvor anonymisierten Daten von 54 Patienten bei. „Wir hatten vier intensive Tage”, bestätigt Chefarzt Dr. Marc Spielmanns, der die Werte in eine globale Internetplattform einspeiste.

Ergebnis der GLIMP-Studie: Vier Patienten aus Deutschland hatten eine außerhalb des Krankenhauses erworbene Lungenentzündung mit dem gefährlichen, multiresistenten Keim. „Für Deutschland sind das keine beunruhigenden Daten”, sagt Lungenspezialist Dr. Marc Spielmanns. Nur die in diesem Bereich als vorbildlich geltenden europäischen Nachbarn Niederlande (42 Patienten) und Dänemark (86 Patienten) hatten in besagter Erhebungszeit keine MRSA-Fälle. Im Vergleich zur restlichen Welt stellt die Studie erhöhte Anzahlen von MRSA-Pneumonien in den USA und niedrige Werte für Spanien fest.

Als Risikofaktoren haben die GLIMP-Forscher bereits durchgemachte MRSA-Infektionen oder -besiedlungen, gehäuft auftretende Wundinfektionen und besonders schwere Lungenentzündungen identifiziert. Dr. Marc Spielmanns sieht sich in seiner täglichen Arbeit bestätigt: „Das Risiko für eine außerhalb des Krankenhauses erworbene MRSA-Lungenentzündung ist insgesamt eher gering. Eine gezielte Suche nach diesen speziellen Erregern macht also vor allem bei den Risikokonstellationen Sinn.” Trotzdem sei auch weiterhin besondere Vorsicht und Sorgfalt geboten. Dr. Marc Spielmanns verweist darauf, dass seit April 2016 im St. Remigius Krankenhaus Opladen jeder Patient, der stationär aufgenommen wird, auf MRSA gescreent wird.

Die Ergebnisse der GLIMP-Studie sind online in der renommierten Zeitschrift Lancet Inctious Diseases nachzulesen.



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