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Juli 2016

Palliative Haltung: Gut besuchter Ethiktag der Kplus Gruppe

Beratung, Begleitung und Versorgung schwerkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase: „Palliative Haltung“ lautete das Thema bei der dritten Auflage des Ethiktages der Kplus Gruppe. Mehr als 60 Kplus-Mitarbeitende trafen sich in der Aula des St. Josef Krankenhauses Haan zum Austausch.

Besucher des Ethik-Tages der Kplus Gruppe in der Aula des St. Josef Krankenhauses Haan.

Der Ethik-Tag der Kplus Gruppe in der Aula des St. Josef Krankenhauses Haan war gut besucht. Foto: Kplus Gruppe

Friedhelm Berlitz, Oberarzt in der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie in der Solinger St. Lukas Klinik und Vorsitzender des Ethik-Komitees der Kplus Gruppe, freute sich über die gute Resonanz: „So viele Teilnehmer - das ist bemerkenswert.”

Mit Professor Andreas Heller von der Alpen-Adria Universität Klagenfurt hatte die Kplus Gruppe, die  unter anderem in Haan, Hilden und Solingen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen betreibt, einen ausgewiesenen Experten geladen. Kurzweilig beleuchtete er die zahlreichen Aspekte palliativer Haltung: beispielsweise das Spannungsfeld zwischen ethischem Anspruch und ökonomischem Zwang aber auch die Notwendigkeit, die Sorge für andere mit der Sorge für sich selbst zu verknüpfen.  Heller sieht die Ethik-Komitees in der Krise, wenn sie sich lediglich „in einer Alibifunktion auf ethischen Spielweisen austoben” dürften.

Ethikkomitee-Vorsitzender Friedhelm Berlitz wies auf die Gefahr hin, dass hinter den aktuellen Abrechnungsbedingungen der Mensch auch in seiner letzten Lebensphase mit seinen unterschiedlichen Bedürfnissen in ein unangebracht enges Behandlungskorsett gezwängt würde.  Gregor Hellmons, Geschäftsführer der Kplus Gruppe würdigte das 10-jährige Wirken des Ethik-Komitees.

Am Nachmittag standen Workshops und ein gemeinsames Entspannungstraining mit der Psychoonkologin Petra Veser von der St. Lukas Klinik in Solingen auf dem Programm. Fazit von Friedhelm Berlitz: „Ein guter Tag.”



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