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Juli 2016

St. Lukas Klinik: Schlaganfall-Betten mehr als verdoppelt

Die Schlaganfall-Station der St. Lukas Klinik gehört zu den leistungsstärksten im Bereich der Ärztekammer Nordrhein. Jetzt reagiert das Land und erhöht im neuen Krankenhausbedarfsplan die Kapazität um 140 Prozent.

Prof. Dr. Marcel Dihné, Chefarzt der Neurologie.

Prof. Dr. Marcel Dihné, Chefarzt der Neurologie.

Es ist die Anerkennung der guten Arbeit, die der Stroke Unit an der St. Lukas Klinik seit Jahren immer wieder bescheinigt wird. „Die Erhöhung der Kapazitäten für die Schlaganfallversorgung im Krankenhausbedarfsplan folgt nun endlich der Entwicklung“, sagt der Krankenhaus-Direktor der St. Lukas Klinik Johannes Wecker. Zugleich ist die Erhöhung von fünf auf zwölf Betten eine Herausforderung. „Wir müssen Raum schaffen und qualifiziertes Personal finden, um den hohen Qualitätsstandard zu halten.“

Mit der räumlichen Ausweitung könne man die Patienten länger überwachen und so mehr Informationen sammeln, die für die richtige Therapie notwendig seien, sagt Prof. Dr. Marcel Dihné. „Ein zusätzlicher Schritt nach vorn sind neue Möglichkeiten in der Schnittbild-Diagnostik.“ Seit Januar diesen Jahren wird die Radiologie an der St. Lukas Klinik von der Radprax-Gruppe betrieben. Ein neues CT bringt in kürzerer Zeit genauere Bilder des Gehirns. Und Zeit ist der wichtige Faktor in der Schlaganfall-Therapie. Nur 30 Minuten sollen vom Eintreffen im Krankenhaus bis zum Beginn der so genannten Lysetherapie vergehen, mit der sich ein Gefäßpfropf auflösen lässt. Das geht nur, wenn die Wege bekannt sind und jeder Beteiligte gut und schnell arbeitet. „Die Zusammenarbeit ist optimal“, sagt Prof. Dr. Marcel Dihné.

Im ersten Schritt sind drei zusätzliche Behandlungsplätze in den bestehenden Räumen geschaffen worden.. Im September sollen weitere Räume so ausgestattet sein, dass sie den technischen Anforderungen genügen: Raumluft, medizinische Gase, Monitoring – alles, was zur Überwachung und Therapie notwendig ist. Lager- und Sozialräume werden im Haus umziehen, so dass eine räumliche Einheit erhalten bleibt „Die Umsetzung bis September ist sportlich, aber wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen werden“, sagt Torsten Kanitz, Leiter der Technischen Abteilung der Kplus Gruppe, zu der die St. Lukas Klinik gehört. Der Architekt ist gemeinsam mit seinem Team für den Umbau verantwortlich. 200.000 Euro sind für die notwendigen Maßnahmen veranschlagt.

Die Stroke Unit an der St. Lukas Klinik hat im letzten Jahr über 1.300 Patienten mit Schlaganfall und seinen Vorstufen behandelt, in erster Linie aus der Stadt Solingen und dem Kreis Mettmann, für die sie den Versorgungsauftrag hat. Seit 2009 ist die Station zertifiziert und seither regelmäßig hinsichtlich ihrer Prozesse überprüft worden.



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