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Juni 2016

Koreanisches Fernsehen drehte im St. Remigius Krankenhaus Opladen

eum Sook Jessien ist eine der letzten noch aktiven Krankenschwestern aus Südkorea, die ab 1966 durch die so genannte Krankenschwester-Aktion den Weg nach Europa fanden. Jetzt drehte ein Fernsehteam des Senders YTN ein Porträt über Jeum Sook Jessien in der Frauenklinik des St. Remigius Krankenhauses Opladen.

Ein spannender Arbeitstag für Jeum Sook Jessien, ihre Kolleginnen Sr. Sonja (Mitte) sowie Sr. Elena (2. von links) mit dem Drehteam des koreanischen Fernsehens.

Ein spannender Arbeitstag für Jeum Sook Jessien, ihre Kolleginnen Sr. Sonja (Mitte) sowie Sr. Elena (2. von links) mit dem Drehteam des koreanischen Fernsehens.

Jeum Sook Jessien ist eine von 10.000. So viele gut ausgebildete Krankenschwestern verpflichteten sich zwischen 1966 und 1977 zum Dienst im westdeutschen Gesundheitswesen. Jeum Sook Jessien ist aber auch eine der wenigen, die noch Dienst in deutschen Krankenhäusern tun, viele sind zurück in ihre Heimat gegangen, viele wanderten vor allem in die USA und Kanada aus, viele sind inzwischen in den Ruhestand gegangen. Der koreanische Fernsehsender YTN drehte nun eine zweiteilige Dokumentation, in der vier Krankenschwestern porträtiert werden, die noch auf Stationen oder in Operationssälen arbeiten. Die Beiträge sollen im September ausgestrahlt werden.

Jeum Sook Jessien war Anfang 20, wollte reisen, die Welt sehen. „Das war damals in Südkorea nicht möglich.“ In der Krankenschwester-Aktion, die vom koreanischen Kinderarzt an der Uniklinik Mainz, Sukil Lee, initiiert wurde, sah sie ihre Chance und landete zunächst im St. Josef Krankenhaus Wiesdorf. Nach Hochzeit und Erziehungszeit wechselte sie dann nach Opladen ins St. Remigius Krankenhaus. Heute gehört sie fest zum Pflege-Team der Frauenklinik, ist bei Patientinnen und Kolleginnen gleichermaßen beliebt und geschätzt.

Die Hälfte der Krankenschwestern, die damals kamen, ist in Deutschland geblieben. Sie gelten als vorbildlich integriert. So wie Jeum Sook Jessien, die nicht mehr dauerhaft nach Südkorea zurück möchte: „Ich bin Leverkusenerin.“



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