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Juni 2016

Hypnobirthing: Neues Angebot am St. Josefs Krankenhaus

Hypnobirthing – der aus den USA stammende Trend wird in Deutschland immer bekannter. Nicht zuletzt weil sich Promis wie Prinz William und seine Herzogin Kate Middleton mit dieser Methode auf die Geburt ihres Sohnes vorbereitet haben. Im St. Josefs Krankenhaus Hilden sind zwar noch keine Thronfolger auf die Welt gekommen, aber auch hier wird jetzt Hypnobirthing als Geburtsvorbereitung für werdende Eltern angeboten. Ziel ist es, die Geburt als natürlichen Vorgang zu erleben.

Hypnobirthing liegt im Trend: Fachärztin und Hypnotherapeutin Aleksandra Schönthal, Krankenhaus-Direktorin Monika Felkl und Krystian Kuboth, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, freuen sich über das neue Angebot im St. Josefs Krankenhaus Hilden.

Federführend ist Aleksandra Schönthal. Die zweifache Mutter und frischgebackene Fachärztin in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe des St. Josefs Krankenhauses ist ausgebildete und überzeugte Hypnotherapeutin. Über den Begriff Hypnobirthing muss sie allerdings selbst schmunzeln: "Der führt vielleicht ein bisschen in die Irre. Es geht beim Hypnobirthing nicht um Kontrollverlust, sondern um das Erlernen von handfesten Techniken: vom bewussten Atmen über Tiefenentspannung bis hin zum sprachlichen Umgang mit der Geburt."

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Begriff "Wehen". Aleksandra Schönthal: "Wehen – das kommt von wehtun und hört sich per se nach Schmerzen und Angst im Zusammenhang mit der Geburt an." Diese Assoziation will die Hypnotherapeutin durch die Wortwahl vermeiden. Sie übt mit werdenden Eltern, statt "Wehen" den Begriff "Wellen" zu verwenden. Denn der Schmerz kommt, geht aber auch wieder – wie eine Welle. Aleksandra Schönthal stellt außerdem klar: "Eine Geburt ohne Schmerzen kann ich niemanden versprechen. Aber durch das Hypnobirthing tanken werdende Mütter Selbstvertrauen. Es ist eine Anleitung und ein mentales Training für die Geburt."

Krystian Kuboth, seit 2014 Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im St. Josefs Krankenhaus Hilden, steht voll hinter dem neuen Ansatz, obwohl auch er lächelnd bekennt: "Hypnobirthing war erst ein Fremdwort für mich." Das hat sich gründlich geändert: "Die Geburtshilfe im St. Josefs Krankenhaus befürwortet die natürliche Geburt und so ist die Vorbereitung durch Hypnobirthing das ideale Angebot für werdende Mütter", sagt der Chefarzt, der sich im vergangenen Jahr über mehr als 500 Geburten im St. Josefs Krankenhaus freuen durfte. Krankenhaus-Direktorin Monika Felkl nickt dazu: "Bei uns steigen die Geburtenzahlen, deswegen wollen wir werdenden Eltern auch mehr Angebote machen."

Der Hypnobirthing-Kurs am St. Josefs Krankenhaus Hilden richtet sich an werdende Mütter ab der 24. Woche und deren Geburtsbegleiter. Der Kurs beinhaltet vier Einheiten je 180 Minuten und findet nach Absprache einmal pro Woche statt. Die Kosten werden zurzeit noch nicht von den Krankenkassen übernommen.

Weitere Infos auf der Seite der Elternschule und bei Aleksandra Schönthal unter schoenthal@k-plus.de



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