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September 2015

16. Diabetiker-Radtour des Diabeteszentrums Rheinland Haan

Auch in diesem Jahr fand die traditionelle Radtour des Diabeteszentrums Rheinland Haan am St. Josef Krankenhaus statt. Unter ärztlicher Begleitung konnten Diabetiker erproben, wie sich eine längere sportliche Betätigung auf die eigenen Blutzuckerwerte auswirkt.

Die Teilnehmer der 16. Diabetiker-Radtour

Diabetes und Sport – schließt sich das nicht aus? Im Gegenteil. Auch hier gilt der Satz: Bewegung ist gesund. Das haben die 14 Teilnehmer der diesjährigen Radtour vom Diabeteszentrum Rheinland Haan des St. Josef Krankenhauses Haan. Damit es bei Diabetikern nicht zu einer Unterzuckerung kommt, wurden sie von der Funktionsoberärztin Dr. Jasmin Bartel, Diplom-Sportlehrer Lutz Plümacher und Diplom-Psychologin Petra Schweda auf ihrer Tour begleitet. „Alle sind wieder heil angekommen“, erklärt Lutz Plümacher zufrieden. Dass sich viele Betroffene nicht richtig an den Sport heranwagen, findet er bedauerlich. Wenn man einige wichtige Regeln beachtet, ist "theoretisch alles möglich", betont Plümacher. Zumindest sei es unnötig, sich als Diabetiker ständig zu schonen und Sport als unnötigen Störfaktor anzusehen. Dr. Jasmin Bartels pflichtet ihm bei: „Je mehr sich Menschen mit Diabetes bewegen, desto weniger Medikamente oder Insulin brauchen sie. Jede körperliche Aktivität bringt Zucker in die Körperzellen - und das hilft den Betroffenen.“  Sobald der Mensch aktiv wird, fangen seine Muskeln an zu arbeiten. Inaktivität hingegen kann dem Körper schaden: Die Kombination aus zu wenig Bewegung und Übergewicht ist nach Ansicht von Fachleuten eine der wichtigsten Ursachen für Diabetes Typ 2. „Wichtig ist, die Insulingaben an die körperliche Betätigung anzupassen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden“, fügt sie hinzu.

Mit Diabetes leben - für so manchen Erkrankten oft leichter gesagt als getan. Der Alltag fordert Diabetikern viel ab. Täglich müssen sie mit der Stoffwechselstörung umgehen: den Blutzuckerspiegel messen, die Insulindosis anpassen und auf eine gesunde Ernährung achten. Für die Betroffenen ist daher besonders wichtig, so viel wie möglich über ihre Krankheit zu wissen. Denn mehr Wissen bedeutet auch mehr Selbständigkeit, mehr Freiheit und mehr Lebensqualität. Und für viele gehört da eine sportliche Betätigung dazu.



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