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August 2015

Hilden: Gemeinsam gegen Keime kämpfen

Mit der interaktiven Ausstellung „Keine Keime“, die bis 21. August im Foyer zu erleben ist, informiert das St. Josefs Krankenhaus Hilden, wie jeder mithelfen kann, dass sich Keime nicht verbreiten.

In der Ausstellung: Dr. Peter Heck, Oberarzt Unfallchirurgie und Hygienebeauftragter Arzt im St. Josefs Krankenhaus Hilden, Hygienefachkraft Manuel Nischik, Elmar Klebert, Leitende Hygienefachkraft der Kplus Gruppe und Krankenhaus-Direktorin Monika Felkl.

In der Ausstellung: Dr. Peter Heck, Oberarzt Unfallchirurgie und Hygienebeauftragter Arzt im St. Josefs Krankenhaus Hilden, Hygienefachkraft Manuel Nischik, Elmar Klebert, Leitende Hygienefachkraft der Kplus Gruppe und Krankenhaus-Direktorin Monika Felkl.

Schon von weitem sind die gelben Buchstaben durch die Fenster des St. Josefs Krankenhauses Hilden zu sehen. „Keine Keime“. Mit der interaktiven Wanderausstellung der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen werden Patienten, Angehörige und Besucher näher an das schwierige Thema „Keime“ herangeführt. „Der Begriff Krankenhauskeim lässt glauben, der Keim würde hier entstehen“, sagt Dr. Peter Heck. Dabei, so der Hygienebeauftragte Arzt des St. Josefs Krankenhauses Hilden weiter, bringen Patienten diesen in der Regel von außen mit. „Draußen sind die Keime auch ungefährlich, die Träger wissen meist gar nicht, dass sie besiedelt sind.“ Erst im Krankenhaus bei geschwächten Patienten mache er zunehmend Probleme. Der unsachgemäße Gebrauch von Antibiotika sowohl in der Medizin als auch in der Tierzucht führe zu einer steigenden Zahl multiresistenter Keime.

Seit gut zwei Jahren wird daher jeder Patient, der zu einem geplanten Eingriff ins Hildener Krankenhaus kommt, mit Nasen- und Rachenabstrich auf Multiresistente Erreger getestet. Bei positivem Befund wird die Aufnahme verschoben, um den Erreger im Vorfeld der Behandlung abzutöten. „Das geschieht ambulant beispielsweise über spezielle Waschlösungen“, erklärt Dr. Peter Heck. Bei unaufschiebbaren Eingriffen, helfen die Isolation des Patienten und spezielle Schutzmaßnahmen der Mitarbeiter, dass sich andere nicht anstecken. „Aber das ist das Problem“, sagt Manuel Nischik, seit Anfang des Jahres Hygienefachkraft im Hildener Krankenhaus. „Pflegekräfte, Ärzte, alle Mitarbeiter im direkten Patientenkontakt werden regelmäßig geschult, es gibt Hygienepläne für die unterschiedlichen Bereiche, die für jeden einsehbar sind“, so Manuel Nischik. „Doch Angehörige, Besucher und die Patienten selbst können wir natürlich nicht schulen.“

An zentralen Stellen im Haus – vor den Aufzügen und Treppenhäusern – wurden daher zusätzliche Handdesinfektionsspender angebracht. Pinkfarbene Bodenaufkleber weisen darauf hin. „Die Besucher und Patienten sind für das Thema sensibilisiert und nutzen die Spender rege“, sagt Krankenhaus-Direktorin Monika Felkl. Allein 1.500 Liter Händedesinfektionslösung werden im Jahr verbraucht. „Mit steigender Tendenz.“ Keime werden häufig über die Hände übertragen, daher ist die Desinfektion der Hände im Krankenhaus besonders wichtig. Wie man sie richtig durchführt, dabei hilft auch die Ausstellung: Mit einer speziellen Lösung, die unter Schwarzlicht weiß wird, kann man sehen, ob man auch die alle Stellen erwischt hat. Manuel Nischik: „Die Fingerkuppen, der Daumen und Handgelenke werden gern vergessen.“



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