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April 2015

Ein Markterlebnis wie früher im St. Albertus Altenheim

Für die Bewohnerinnen und Bewohner des St. Albertus Altenheims spielt der Gang zum Wochenmarkt eine große Rolle. Am Freitag konnten sie an Marktständen Blumen, Obst und Gemüse kaufen. Der Unterschied zu früher: Der Markt kam zu ihnen ans Altenheim.

Adelgunde Liebrecht und Lotte Göbel am Blumenstand von Hans Oerding.

Adelgunde Liebrecht und Lotte Göbel am Blumenstand von Hans Oerding.

„Toll hier, genau wie damals“, staunt Lotte Göbel. Die 89-Jährige wohnt erst seit einem Jahr im St. Albertus Altenheim und erlebt das erste Mal den Markttag im Frühling. „Im Herbst war es schon schön, aber jetzt bei dem Wetter, ist das noch besser.“ Bei strahlendem Sonnenschein tummeln sich die Senioren auf dem Vorhof der Senioreneinrichtung, viele haben ihre Angehörigen eingeladen. Hier ein Blumenhändler, da frisches Obst und Gemüse.  „Der Markttag ist jedes Mal ein Höhepunkt für die Bewohner“, weiß Wolfgang Müller-Heuschen vom Sozialen Dienst. „Auch die, die sonst weniger an unserem Programm teilnehmen sieht man hier, weil sie sagen, da gehe ich auch hin.“ Bei Waffeln, Kuchen und den hausgemachten Reibekuchen, merkt man den Bewohnern an, dass sie mit dem Wochenmarkt groß geworden sind. „Ich bin immer zum Markt gegangen, erst in Wiesdorf, wo ich geboren wurde, dann in Altenrath“, berichtet Lotte Göbel. „Wir haben ja nicht nur eingekauft, sondern uns da auch unterhalten und uns die Neuigkeiten erzählt.“

„Seit mehr als sieben Jahren organisieren wir den Markttag zwei Mal im Jahr“, sagt Lydia Engels, Heim- und Pflegedienstleiterin. Dafür nehmen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Extrastunden gerne in Kauf. „Wir sehen wie wichtig den Bewohnern dieses Angebot ist, da helfen alle immer gerne mit.“ Ehrenamtliche backen Kuchen, auch Angehörige bringen sich mit ein. Ziel ist es, den 132 Bewohnerinnen und Bewohnern die authentische Umgebung mit dem vergleichbaren früheren Einkaufserlebnis zu bieten. Dazu gehören auch die über das St. Albertus Altenheim hinaus bekannten Reibekuchen vom Koch des Hauses. „Die sind spitze und gehörten früher auch zum Abschluss des Wocheneinkaufs“, sagt Lotte Göbel.



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