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April 2015

Hilden: Investitionen in Millionenhöhe

Mit einem Neubau rüstet sich das St. Josefs Krankenhaus Hilden für die Zukunft. Ein ambulantes OP-Zentrum soll entstehen und gleichzeitig der Komfort für die Patienten erhöht werden.

Das Leitungsteam zeigt, wo das neue viergeschossige Gebäude auf dem Krankenhausgelände entstehen soll.

Das Leitungsteam zeigt, wo das neue viergeschossige Gebäude auf dem Krankenhausgelände entstehen soll.

12 bis 15 Millionen Euro sind kalkuliert. „Wir wollen einen viergeschossiges Gebäude bauen, das direkt an das bestehende Haus anschließt“, sagt Wolfram Bannenberg, Geschäftsführer der Kplus Gruppe. Zwei Drittel der Kosten werden aus Eigenmitteln gestemmt, das verbleibende Drittel aus den Baupauschalen des Landes Nordrhein-Westfallen finanziert.
Nach den derzeitigen Plänen sollen im neuen Gebäudeteil unter anderem die Cafeteria untergebracht werden, die derzeit in einem Nebengebäude untergebracht ist. Auch neue Bettenstationen sollen Raum finden. „Die Lage der Badezimmer auf den heutigen Stationen ist nicht mehr aktueller Standard“, sagt Krankenhaus-Direktorin Monika Felkl. Eine Sanierung im laufenden Betrieb sei den Patienten aber kaum zuzumuten – und letztlich auch nicht günstiger als ein Neubau. Der dann auch schneller umgesetzt ist. Wenn alles gut läuft, kann der Bau schon Ende des nächsten Jahres bezogen werden. „Wenn wir uns für die Modulbauweise entscheiden, und danach sieht es jetzt aus, können wir das schaffen“, sagt Wolfram Bannenberg. Auf eine Bodenplatte werden dann die Zimmer montiert, die zu über 90 Prozent schon fertig sind. „Bewegliche Teile wie Türen oder Fenster werden dann erst vor Ort eingebaut.“

Herzstück soll ein Ambulantes OP-Zentrum werden. Die Zahlen steigen, rund 1.000 Eingriffe werden schon jetzt pro Jahr ambulant durchgeführt, zukünftig rechnet man dank moderner Operations- und Anästhesieverfahren mit mehr. Dr. Stephan Oehmen, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Anästhesie sieht entscheidende Vorteile durch die enge Anbindung eines solchen Zentrums an ein Krankenhaus: „Wir haben immer die Möglichkeit, dass die Patienten nach der OP noch auf Station bleiben können.“ Es gebe Sicherheit auf die Infrastruktur eines Akutkrankenhauses zurückgreifen zu können.

Im Juni soll der Masterplan zur baulichen Entwicklung fertig sein, in den strategische Planungen für das St. Josefs Krankenhaus Hilden und die anderen Krankenhäuser der Kplus Gruppe, medizinische Entwicklungen und politische Rahmenbedingungen einfließen. Anschließend wird die Ausschreibung zügig erfolgen. „Wir wollen solide planen“, sagt Wolfram Bannenberg. „Medizinisch, baulich und finanziell.“



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