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April 2015

Rheindorfer Gesundheitsreihe: Vortrag von Prof. Dr. Ernstberger

Der Wirbelsäulenspezialist Prof. Dr. Thorsten Ernstberger aus dem St. Remigius Krankenhaus Opladen referiert zum Thema „Altersbedingte Rückenveränderungen“ am 23. April, um 19.30 Uhr im Jugendhaus Rheindorf, Oderstraße 39, 51371 Leverkusen.

Prof. Dr. Thorsten Ernstberger

Eine gequetschte Bandscheibe, eine Arthrose der kleinen Wirbelgelenke, ein Engpass im Rückenmarkskanal - diese drei altersbedingten Veränderungen machen Senioren am häufigsten zu schaffen. Durch unseren Lebensstil nehmen wir wesentlichen Einfluss darauf, ob sich Rückenschmerzen entwickeln oder nicht, doch müssen diese Veränderungen an der Wirbelsäule nicht unbedingt etwas über das Befinden der Betroffenen aussagen. „Es kann sein, dass ein gut trainierter älterer Mensch zwar poröse Bandscheiben hat, aber oft keinerlei Beschwerden“, weiß Prof. Ernstberger, Chefarzt am Wirbelsäulenzentrum der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des St. Remigius Krankenhauses Opladen. „Umgekehrt kann leider auch das gleiche gelten: Jemand, bei dem sich nur minimale Veränderungen zeigen, kann sich schlimmstenfalls vielleicht gar nicht mehr rühren.“

Die gute Nachricht allerdings ist: Etwa 90 Prozent der Betroffenen von Rückenschmerzen hilft eine konservative Therapie, die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Diese beinhaltet ganz unterschiedliche Ansätze: entzündungshemmende, abschwellende oder muskelentspannende Medikamente. Bei einer fortgeschrittenen Spinalkanalverengung kann in das schmerzende Areal ein Betäubungsmittel gespritzt werden, das zugleich die Schmerzweiterleitung hemmt. Auch die Kräftigung der beteiligten Muskulatur durch physiotherapeutische Maßnahmen kann durchaus bei Gelenkverschleiß an der Lendenwirbelsäule für Besserung sorgen. „Nehmen Sie Ihren Therapeuten richtig in die Pflicht!“, fordert Prof. Dr. Ernstberger lachend. „Lassen Sie sich zeigen, welche Übungen Sie zu Hause durchführen können, wie Sie die Körperwahrnehmung verbessern können, welcher Sport sich positiv auf die Haltung auswirkt.“ 

In einigen Fällen bleibt es jedoch nicht aus, dass die behandelnden Ärzte zu einem operativen Eingriff raten. Das Wirbelsäulenzentrum am St. Remigius Krankenhaus Opladen deckt das komplette Spektrum der konservativen und operativen Therapie von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen sowie Verletzungen und Deformitäten der Wirbelsäule ab. Eine große Bandbreite an Behandlungsmethoden und Behandlungstechniken in erfahrener Hand gewährleistet, dass der Patient das für ihn richtige Therapiekonzept bekommt. Langjährige operative Erfahrungen und ein eingespieltes Team ermöglichen eine optimale Versorgung. Hierzu zählen neben der vollständigen Diagnostik auch eine umfassende Vor- und Nachbetreuung.

Manchmal können aber auch großer Stress und Kummer Auslöser für Rückenprobleme sein. „In diesem Fall können wir leider nur die Symptome bekämpfen. Zur Ursachenbekämpfung sind dann andere Spezialisten gefordert“, räumt Prof. Dr. Ernstberger ein. Der Vortrag ist Bestandteil der Rheindorfer Gesundheitsreihe und findet am 23. April, um 19.30 Uhr im Jugendhaus Rheindorf, Oderstraße 39, Leverkusen statt.


 



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