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September 2014

25 Jahre St. Joseph Fachseminar für Altenpflege

Ein Vierteljahrhundert bereitet das Lehrpersonal am St. Joseph Fachseminar für Altenpflege in Solingen junge Menschen auf das Berufsleben vor. In der Zeit gab es naturgemäß viele Veränderungen, aber auch Gleichbleibendes.

Angefangen hat alles im Jahr 1989, die Ausbildung in der Altenpflege war gerade in ihrer Struktur verändert worden. „Das Anerkennungsjahr fiel weg, die Praxiserfahrung wurde in die Zeit der Ausbildung integriert“, erinnert sich Ulrike Prange, die seit Gründung das Fachseminar leitet. In all den Jahren hat sie mit einem Team aus festen und freien Dozenten viele junge Menschen auf das vor ihnen liegende Berufsleben vorbereitet. Dabei gab es früher vermehrt Umschüler, mittlerweile kommen bis zu  80% der Auszubildenden direkt von der Schule. Noch immer ist der Bereich der Altenpflege, zumindest laut den Zahlen, eher ein Frauenberuf. Nur vier oder fünf Männer von 28 neuen Schülern starten pro Jahr ihre Ausbildung. „Klar schwanken die Zahlen ab und an, aber eigentlich hat sich in diesem Punkt nichts geändert“, sagt Ulrike Prange.

Bestand hat auch immer noch das Leitbild „Pflege mit Kopf, Herz und Hand“ von dem auch Rebecca Josteit heute noch profitiert. „Diese Einstellung ist wichtig, um einen Zugriff zu den pflegebedürftigen Menschen zu bekommen“, so die mittlerweile in der ambulanten Pflege tätige. „Unser Ziel ist es Pflegepersönlichkeiten auszubilden“, ergänzt Ulrike Prange. Davon profitieren mittlerweile alle Senioreneinrichtungen der Kplus Gruppe. „Was kann es besseres geben, als die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Senioreneinrichtungen selbst auszubilden“, freut sich Gregor Hellmons, Geschäftsführer der Kplus Gruppe. Gleichzeitig müssen alle Beteiligten auch immer wieder politische Hürden meistern, auch ein unveränderter Punkt. „Für alle Kosten wie zum Beispiel Lehrpersonal, Lehrmittel oder der Unterhalt der Einrichtung, stehen uns pro Monat und Schüler nur 280 Euro zur Verfügung“, bedauert Ulrike Prange. Daher müssen laut Gregor Hellmons jedes Jahr „zwischen 15 und 20 Prozent der Kosten durch die Kplus Gruppe subventioniert werden“.

Trotz aller Stolpersteine in 25 Jahren Ausbildung wurde das Jubiläum groß gefeiert. Zum Gottesdienst und den anschließenden Feierlichkeiten im St. Joseph Altenheim kamen viele bekannte Gesichter. Darunter auch der erste Rechtsdozent auf Honorarbasis aus dem Jahre 1989, kein geringerer als Solingens Ex-Oberbürgermeister Franz Haug.



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