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September 2014

Notfalltag für Medizinstudenten

Nach dem großen Erfolg im Frühjahr diesen Jahres veranstaltet die Kplus Gruppe am Freitag, den 26. September den zweiten Praxistag für Medizinstudenten. Diesmal beteiligen sich daran die St. Lukas Klinik in Solingen und das St. Josef Krankenhaus in Haan. Die angehenden Mediziner erhalten in Workshops eine praktische Einführung in Reanimation und Oberbauchsonographie.

Ultraschallseminar bei Dr. Groß in Haan

Natürlich ist das Vorhaben nicht ganz uneigennützig, räumt Prof. Dr. Klaus Meinen, Stipendienbeauftragter der Kplus Gruppe, ein. „Gut ausgebildete Ärzte zu finden, wird immer schwieriger“, erklärt er. Doch umso mehr freue er sich, auf vertraute Gesichter von Medizinstudenten wieder zu treffen, die schon den ersten Praxistag im April besucht haben. 

Im St. Josef Krankenhaus Haan kümmern sich der Chefarzt der Inneren Medizin Dr. Henning Henke und Oberarzt Dr. Georg Groß um die jungen Mediziner und führen sie in die Notfallsonographie ein. Einige Teilnehmer haben in der Abteilung bereits famuliert und freuen sich über das Angebot. Denn die Notfallsonographie ist mittlerweile ein fester Bestandteil bei der Untersuchung eines Patienten in einer Akutsituation. Potenziell lebensbedrohliche Krankheitsbilder lassen sich mit dem Ultraschall schnell und sicher diagnostizieren, so dass notfallmedizinische Entscheidungen und Maßnahmen noch frühzeitiger getroffen werden können. „Dieses bildgebende Verfahren wird nahezu in allen medizinischen Abteilungen verwendet“, so Dr. Henke. Es ist also ein großer Vorteil, schon im Studium die Grundlagen der Ultraschall-Diagnostik kennen zu lernen. Für die beiden Haaner Mediziner ist es eine Freude, mit den Nachwuchsmedizinern zu arbeiten. „Der Austausch, das Interesse der Studenten bereichert uns Erfahrene ebenfalls. Wir hinterfragen unser Handeln, bleiben aber auch an den Fragen, die die jungen Mediziner bewegen, dran“, sagen beide übereinstimmend.

In der St. Lukas Klinik stehen Friedhelm Berlitz, Oberarzt in der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, und Dr. Bernhard Plath, Ärztlicher Leiter der Zentralen Aufnahmeeinheit, den Teilnehmern zur Seite. Die beiden Ärzte geben für die Studenten einen Workshop zum Thema Reanimation und Intubation mit Einsatz der Notfallmedikation. Ein erfolgreiches Notfallmanagement in der Praxis setzt voraus, dass das ärztliche Personal in der Lage ist, mit dem zur Verfügung stehenden Equipment zu arbeiten. Defizite in der Koordination oder im Umgang mit Hilfsmitteln zum Freimachen und Freihalten der Atemwege, dem Defibrillator etc., sind oft dadurch entstanden, dass Mitarbeiter entweder schon sehr lange keine Reanimation mehr durchgeführt haben oder noch nie mit solch einer Notfallsituation konfrontiert waren. „Im Vordergrund steht nicht nur das Erlernen von Maßnahmen, sondern das schnelle und sichere Durchführen und die chronologische bestmögliche Reihenfolge für den auftretenden Notfall“, führt Friedhelm Berlitz aus. Sein Kollege, Dr. Bernhard Plath, weist zudem noch auf einen aktuellen Punkt hin: „Für uns ist die Veranstaltung eine ideale Ergänzung zur Woche der Wiederbelebung. Auch wir Mediziner müssen uns stets auf dem aktuellen Stand halten.“

Der Haaner Krankenhaus-Direktor Kai Siekkötter antwortet auf die Frage nach seiner Motivation, so einen Tag auszurichten: „Wir möchten unser Haus mit seinen Spezialitäten und Ausbildungsmöglichkeiten präsentieren und darauf aufmerksam machen, wie vielfältig das Angebot in den Häusern der Kplus Gruppe ist.“ Vielleicht bewahrheitet sich dann auch eine andere Lebensweisheit, dass man sich im Leben mehr als einmal sieht…



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