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Juni 2014

Expertenrunde Krebs – Schluss mit den Mythen!

Krebs – für Erkrankte, aber auch für die behandelnden Ärzte und bisher Unbetroffene ein intensives Thema. Ängste, Sorgen und Ungewissheiten haben in der Bevölkerung diverse Mythen etabliert. Einen Mythos bekämpft das Tumorzentrum Kplus e.V. monatlich in ihrer Expertenrunde Krebs: Man darf nicht über Krebs reden. So auch am 4. Juni um 18 Uhr im St. Josef Krankenhaus Haan, Konferenzraum 1. Etage.

Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht ist Vorsitzender des Tumorzentrums Kplus e. V.

Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht ist Vorsitzender des Tumorzentrums Kplus e. V.

„Mythen des Krebs“ – schon zwei Mal waren sie inhaltliches Motto zum Weltkrebstag. Denn diverse Ungewissheiten machen das Thema Krebs schwerer als es ohnehin ist. Noch immer ist Krebs die Krankheit, die den Deutschen die größten Sorgen bereitet. Drei Viertel der Bevölkerung hat Angst vor Krebs und jeder dritte Europäer entwickelt in seinem Leben einen Ableger der Krankheit. Ein Umstand, der zu Krebsmythos Nummer eins geführt hat: Man darf nicht über Krebs reden. „Oft erscheint die Feststellung eines Tumors, gleichbedeutend mit einem Todesurteil“, erklärt Dr. Henning Henke, Chefarzt der Inneren Medizin am St. Josef Krankenhaus Haan und stellvertretender Vorsitzender des Tumorzentrums Kplus e.V. Krebs ist in der Gesellschaft somit immer noch ein Tabu. „Um dem entgegenzuwirken, haben wir damals die monatliche Expertenrunde Krebs ins Leben gerufen“, äußert sich Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht, Chefarzt der Onkologie und Hämatologie an der St. Lukas Klinik in Solingen und Vorsitzender des Tumorzentrums Kplus e.V., überzeugt von den bisherigen Erfahrungen. Die kostenlose Gesprächsrunde mit Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen findet an den wechselnden Standorten St. Lukas Klinik, St. Josefs Krankenhaus Hilden und am 4. Juni um 18 Uhr am St. Josef Krankenhaus Haan statt.

Hier erfahren nicht nur an Krebs erkrankte, sondern auch Angehörige, Begleiter und Interessierte, dass die Chancen auf Heilung vor allem in Deutschland so hoch wie nie sind. Aktuelle Studien belegen: Die Zahl der Überlebenden in Deutschland liegt bei nahezu allen Krebsarten europaweit in der Spitzengruppe. Ein Erfolg des deutschen Gesundheitssystems. „In kaum einem anderen Land wird so viel in die Forschung und Entwicklung investiert wie in Deutschland“, so Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht. Das hat auch etwas mit dem Mythos Nummer zwei zu tun, der besagt: Es gibt keine Anzeichen für Krebs. „Die Erfolge in der Krebsbehandlung beruhen neben den besseren Therapiemöglichkeiten auch auf den Vorsorgeuntersuchungen“, so Dr. Henning Henke. Mittlerweile gibt es für Krebs eine Vielzahl an bekannten Anzeichen und Symptomen. Die steigende Qualität der Vorsorge führe dazu, dass eine Therapie in immer früheren Krebsstadien beginnen kann. Sie ist somit ein Ansatzpunkt, um Mythos Nummer drei entgegenzutreten: Es gibt nichts, was ich vorbeugend gegen Krebs tun kann. „Sicher kommen einige Krebsarten plötzlich und unerwartet, doch für viele lässt sich das Risiko mindern“, sagt Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht. Allein durch eine gesunde Lebensweise. „Wir werden nicht müde zu betonen, dass eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und die Vermeidung von Übergewicht oder das Einstellen des Rauchens, einen erheblichen Anteil daran haben, gar nicht erst an Krebs zu erkranken.“

Krebs. Sie fragen – Experten antworten.
Mittwoch, 4. Juni 2014, 18 Uhr
St. Josef Krankenhaus Haan
Konferenzraum 1. Etage

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



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