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Februar 2014

Farbenfrohe Stillleben trainieren das Gedächtnis

Seit Montag, 17. Februar, sind die Bilder von Jacoba-Adriana Latsch Elias im St. Joseph Altenheim in Solingen zu sehen. Die gebürtige Niederländerin und Wahl-Solingerin stelt unter dem Titel „Mein Leben in Farben“ 26 Stillleben aus.

Jacoba-Adriana Latsch Elias freut sich über die Reaktion der Bewohner und Besucher.

Farbenfroh und anlockend sind die Werke der Niederländerin Jacoba-Adriana Latsch Elias. „Seitdem sie hängen, sind die Bilder das Gesprächsthema Nummer eins im Altenheim“, freut sich Pflegedienstleiterin Birgitt Jansen. Viele Angehörige kommen mit den Bewohnern zu den Bildern, um das Gedächtnis zu trainieren. „Die  demenziell veränderten Menschen erinnern sich an die Motive oder werden von ihren Liebsten befragt, mit welchen Momenten sie das Gemalte in Verbindung bringen“, so Birgitt Jansen. Zu sehen sind auf den 26 Stillleben vorrangig bunte Blumen und andere Motive aus der Natur.

Die Kunst hat Jacoba-Adriana Latsch Elias erst spät für sich entdeckt. „Das kam vor 15 Jahren, als es beruflich etwas ruhiger wurde“, erinnert sich die heute 65-jährige Künstlerin. Dass ausgerechnet das St. Joseph Altenheim als Ort für die Ausstellung ausgesucht wurde, war hingegen schnell klar. Die gebürtige Niederländerin war 1969 nach Deutschland gekommen und hat von da an in der Altenpflege gearbeitet, ihre ersten Erfahrungen machte sie im St. Joseph Altenheim. In Ohligs ist sie seitdem keine Unbekannte, zumal Jacoba-Adriana Latsch Elias auch noch zehn Jahre Pflegedienstleiterin im St. Lukas Pflegeheim an der Schwanenstraße war.

Inspirieren lässt sich die Wahl-Solingerin vom direkt Erlebten: „Bei Ausflügen habe ich immer ein Stück Papier dabei, um schnell eine Zeichnung zu machen.“ Zuhause bringt sie das Motiv auf die Leinwand. Auch von ihrer Heimatstadt Heerlen bei Maastricht lässt sie sich gerne künstlerisch beeinflussen. „Einmal im Monat muss ich hinfahren und wenn es nur für wenige Stunden ist“, sagt Jacoba-Adriana Latsch Elias. Die Ergebnisse aus 15 Jahren Malerei sind noch für zwei Monate offen für alle zu sehen. Kostenlos zwischen 9 Uhr und 19 Uhr.



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