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Juli 2013

Priv.-Doz. Dr. Marcel Dihné leitet die Neurologie an der St. Lukas Klinik

Zurück ins Rheinland lautet die Devise: Nach einigen Jahren in Schwaben zog es den gebürtigen Mettmanner Priv. Doz. Dr. Marcel Dihné zurück. Seit Juni ist der 43-Jährige Chefarzt der Neurologie an der St. Lukas Klinik.

Priv.-Doz. Dr. Marcel Dihné.

Priv.-Doz. Dr. Marcel Dihné.

Die Neurologie strahlt weit über die Klingenstadt hinaus. „Vor einigen Wochen während der erneuten Zertifizierung der Schlaganfallstation zeigten sich die aus Berlin angereisten Fachprüfer noch schwer beeindruckt von der Qualität und Leistungsfähigkeit unserer Neurologie“, erinnert sich Krankenhaus-Direktorin Ursula Göbel. Das gäbe es in der Hauptstadt nur in der Uniklinik. Kein Wunder also, dass es den ausgewiesenen Experten Priv.-Doz. Dr. Marcel Dihné in die St. Lukas Klinik zog. „Ich habe hier eine sehr gute Struktur vorgefunden“, sagt der 43-Jährige, der seit Juli als Chefarzt die Abteilung für Neurologie leitet.

Das Fach Neurologie fasziniert den Familienvater. „In den letzten 20 Jahren hat die Neurologie eine enorme Veränderung erfahren.“ Von der reinen Diagnostik ist sie mehr und mehr zur Akut- und Intensivmedizin geworden. Zum Beispiel in der Schlaganfallversorgung habe man heute viel mehr Möglichkeiten, aber auch nur ein kleines Zeitfenster von zwei Stunden, in denen bestimmte Therapien wie der Lyse, mit der Blutgerinnsel im Gehirn aufgelöst werden können, angewendet werden können. „Die Neurologie ist sehr dynamisch, wir beschäftigen uns nicht nur mit dem Gehirn, sondern habe auch anderes im Blick: die Gefäße, das Herz, die Nerven.“

Ein Großteil der Patienten der Neurologie kommen aufgrund eines Notfalls, der sofort behandelt werden muss. Doch gibt es auch neurologische Krankheitsbilder, bei denen die Zeit nicht so drückt. Eines ist die Epilepsie, eine vorübergehende, anfallsartige Funktionsstörung des Gehirns. „Wir können heute mit Hilfe detaillierter Bilder aus dem Gehirn selbst kleinste Ursprünge erkennen und entsprechend behandeln“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Marcel Dihné, der sich unter anderem intensiv mit der Epilepsie, ihren Formen, ihrer Entstehung und der Behandlung befasst hat. Hier soll – in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Neurologen – ein Schwerpunkt an der St. Lukas Klinik entstehen. „Wir sehen den Bedarf.“ Auch entzündliche Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, Parkinson, Multiple Sklerose und Alzheimer stehen im Fokus des Neurologen und seines Teams.

Heimisch muss Priv.-Doz. Dr. Marcel Dihné nicht erst werden, hat er doch den Großteil seines Lebens in der Region verbracht. Sein neues Domizil hat er in Haan gefunden – spät abends ist er von dort in neun Minuten in der Klinik.



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