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Juli 2013

St. Josefs Krankenhaus Hilden: Patientenforum Schilddrüse

Sie ist nur so groß wie ein Walnuss, doch die Schilddrüse übernimmt eine wichtige Funktion im Stoffwechsel. Gerät sie aus dem Tritt, produziert zu viel oder zu wenig Hormon, hat das deutliche Folgen für den Alltag der Betroffenen. Dr. Klaus Generet und Dr. Peter Pohl, Chefärzte im St. Josefs Krankenhaus Hilden, sprechen während eines Patientenforums über Symptome und Therapie unterschiedlicher Schilddrüsenerkrankungen.

Dr. Peter Pohl

Dr. Klaus Generet

So klein sie ist, spielt sie doch eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden: „Die Schilddrüse reguliert durch ihre Hormonproduktion den Energiehaushalt des Körpers“, beschreibt Dr. Klaus Generet, internistischer Chefarzt am St. Josefs Krankenhaus Hilden, die Aufgabe des kleines Organs, das vor der oberen Luftröhre im Hals sitzt. „Produziert sie zu viel oder zu wenig Hormone hat das meist sehr deutliche Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen.“ Herzrasen, Panikattacken, Gewichtsverlust deuten auf einen Hormonüberfluss in, Trägheit, depressive Stimmung und Gewichtszunahme lassen auf einen Hormonmangel schließen. „In der Regel gibt eine einfache Blutuntersuchung Aufschluss, mit der der Hormonspiegel bestimmt wird“, erklärt Dr. Klaus Generet. Meist könne dann mit Medikamenten geholfen werden, die regelmäßig eingenommen werden müssten.

Doch das reicht nicht immer, manche Veränderungen bilden sich nicht ausreichend zurück. „Schon eine vergrößerte Schilddrüse, ein so genannter Kropf, kann auf die Luft- und Speiseröhre drücken und so das Schlucken und Atmen behindern“, sagt der Chefarzt der Chirurgie am Hildener St. Josefs Krankenhaus Dr. Peter Pohl. Hier sollte ebenso operiert werden wie bei Knoten der Schilddrüse, bei denen nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass sie gutartig sind. „Bei etwa einem Drittel der Menschen können ein oder mehrere Knoten festgestellt werden“, so Dr. Peter Pohl, der seit über zehn Jahren auf Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen-Operationen spezialisiert ist. Große Narben am Hals gehören in den meisten Fällen der Vergangenheit an. „Wir können heute mit modernen Instrumenten sicher und qualitativ überzeugend über kleine und kleinste Schnitte operieren“, erklärt Dr. Peter Pohl.

Die gesunde Schilddrüse braucht Jod als Treibstoff. Ist keine Überfunktion bekannt raten die beide Experten daher zu jodiertem Salz und Seefisch auf dem Speiseplan. „Die Zahlen belegen, dass an den Küsten deutlich weniger Schilddrüsenerkrankungen zu verzeichnen sind“, erklärt Dr. Klaus Generet. „In unseren Breitengraden sind die Zahlen deutlich höher.“ Daher laden die beiden Chefärzte zu einem Patientenforum am 10. Juli 2013 von 18.30 bis 20 Uhr in das Kplus Forum am St. Josefs Krankenhaus Hilden ein. Unter dem Titel „Die Schilddrüse – Zentrum des Wohlbefindens“ werden Symptome, Diagnostik sowie die konservative und operative der Therapie erläutert. Zeit für Fragen bleibt selbstverständlich auch.

Patientenforum
Die Schilddrüse – Zentrum des Wohlbefinden
s

Mittwoch, 10. Juli 2013, 18.30 bis 20 Uhr
Kplus Forum Hilden am St. Josefs Krankenhaus
Walder Straße 34-38

Symptome und Diagnostik der verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen
Dr. Klaus Generet
Chefarzt Innere Medizin

Konservative und operative Therapie der Schilddrüsenerkrankungen
Dr. Peter Pohl
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie

Der Eintritt ist frei. Telefonische Anmeldung erbeten unter 02103/899-211.



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