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Juli 2013

Zumba erorbert das St. Joseph Altenheim

Seit gut zwei Monaten gehören heiße lateinamerikanische Rhythmen zum Alltag im St. Joseph Altenheim an der Langhansstraße. Zumba-Trainerin Susanne Segbedzi steigert mit ihren Übungen Gelenkigkeit und Wohlbefinden der Bewohner.

Heiße Rhythmen im St. Joseph Altenheim: Zumba-Stunde mit Susanne Segbedzi.

Heiße Rhythmen im St. Joseph Altenheim: Zumba-Stunde mit Susanne Segbedzi.

Der Rhythmus geht in die Füße. Kaum erklingen die ersten Takte, wippen die Füße der Bewohner des St. Joseph Altenheims schon mit. Zumba-Trainerin Susanne Segbedzi muss auf dem Wohnbereich 2 nicht lange motivieren: „Los geht’s!“ Zumba sagen die Spanier, wenn sie sich schnell bewegen und dabei Spaß haben. Im St. Joseph Altenheim bewegt man sich und hat Spaß.

Die Mischung aus Bewegung und – vorwiegend – lateinamerikanischen Rhythmen hat schon längst die Fitness-Studios und Tanzschulen erobert. „Mit Zumba Gold und Zumba Gold Chair haben sich jetzt Formen entwickelt, die speziell auf Menschen mit Bewegungseinschränkungen zugeschnitten sind“, erklärt Susanne Segbedzi, die eigentlich als Demenz-Betreuerin im St. Joseph Altenheim arbeitet. Im Vergleich langsamere Musikstücke und leichtere Bewegungsabfolgen im Sitzen machen den Bewohnern sichtlich Spaß. So werden fast spielerisch Bewegungen geübt, die die Gelenkigkeit verbessern, die Muskeln stärken und sich so positiv auf den Alltag auswirken. „Wir konzentrieren uns auf den Oberkörper und die Beine“, sagt Susanne Segbedzi. Aber auch das Gedächtnis kommt nicht zu kurz. Leichte Choreographien und Bewegungsabfolgen werden eingeübt und verinnerlicht. Schließlich steht beim Sommerfest der erste öffentliche Auftritt der St. Joseph Zumba-Gruppe an.

Pflegedienstleiterin Birgitt Jansen war zunächst etwas skeptisch, ob das moderne Tanzprogramm wirklich gut bei den Bewohnern ankommt, die oftmals lieber an Bekanntem festhalten. Aber schon nach den ersten Minuten wurde deutlich, was bei den Bewohnern erreicht wird. Swing, Cha Cha Cha, Hustle oder Twist sind doch mit positiven Erinnerungen an die eigene wilde Zeit verbunden, die heute durch die Musik angestoßen immer wieder durchschwingt. „Der Rhythmus und die wiederholenden Bewegungen helfen auch Bewohnern mit Demenz schnell wieder in die Choreographie“, sagt Birgitt Jansen. Da darf man sich eine kurze Auszeit nehmen, ist dann aber sofort wieder in die Bewegungen der Gruppe integriert.

Susanne Segbedzi ist im besten Sinne Zumba-verrückt. Seit zehn Jahren ist sie aktiv und die Idee, Zumba in den Altenheim-Alltag zu integrieren, stieß direkt auf offene Ohren. „Wir möchten unseren Bewohnern möglichst viele unterschiedliche Angebote machen, damit auch wirklich für jeden etwas dabei ist“, sagt Birgitt Jansen.




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