Schlafmedizinisches Zentrum

Die Schlafbedürfnisse unterscheiden sich von Mensch zu Mensch sehr stark. Als Faustregel gilt: Wer auch nach wenig Schlaf frisch und ausgeruht ist, ist gesund. Ursachen für Schlafbeschwerden sind vielfach Stress, Leid und Sorgen, aber auch falsche Ernährung oder Missbrauch von Genussmitteln wie Kaffee, Tabak oder Alkohol. Neben der häufigen Schlaflosigkeit, unter der zumindest zeitweise etwa 30 Prozent der Bevölkerung leiden, gibt es viele Erkrankungen, die durch Beeinträchtigung der Schlafqualität zu starker Tagesmüdigkeit führen. Wenn die Erholungsvorgänge im physiologischen Tag-Nacht-Rhythmus gestört sind und ein auffälliges Tagesverhalten nach sich ziehen, ist eine gründliche Untersuchung des Schlafes dringend notwendig.

Die Abteilung für Innere Medizin des St. Remigius Krankenhauses Opladen verfügt über ein Schlafmedizinisches Zentrum mit einem Schlaflabor mit sechs Messplätzen, das seit 2005 bei der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) akkreditiert ist. Einrichtung, Messplätze und Personalschlüssel sind dementsprechend nach den Kriterien der DGSM ausgerichtet.

Alle gängigen Schlafstörungen, insbesondere aber alle schlafbezogenen Atmungsstörungen werden diagnostiziert und therapiert. Hierbei stellt die Einstellung auf die nicht-invasive Beatmung bzw. nCPAP-Therapie einen Schwerpunkt dar.
In der Messnacht werden EEG, Atmungsparameter und Beinbewegungen registriert. Zusätzlich zu den Messungen in der Nacht werden tagsüber — falls noch nicht im Vorfeld geschehen — Laborwerte, Blutgasanaylse, Ultraschalluntersuchungen und Röntgenaufnahmen der Lunge sowie ein Vigilanztest, mit dem die Aufmerksamkeitsleistung gemessen wird, durchgeführt.

Die Chefärztin besitzt die Zusatzbezeichnung Schlafmedizin, eine Oberärztin den Qualitätsnachweis Somnologie (DGSM). Zusätzlich zu den sechs Messplätzen verfügt das Schlafmedizinische Zentrum über fünf Screeninggeräte und ein Langzeitpulsoximeter.

Wichtiger Hinweis zur Untersuchung schlafbezogener Störungen

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, 

Ihr behandelnder Arzt befürwortet eine Untersuchung auf schlafbezogene Störungen in unserem Schlaflabor.
Nun hat das Bundessozialgericht in letzter Instanz geurteilt, dass eine Schlaflabordiagnostik in der Regel in den Bereich der ambulanten Versorgung gehört, es sei denn dass Vorerkrankungen einen stationären Aufenthalt erforderlich machen. Mit diesem Urteil werden Krankenhäusern die Kosten für die Untersuchung nicht mehr erstattet.

Es ist uns aber gelungen, mit einigen Krankenkassen Verträge abzuschließen. Mit folgenden Krankenkassen haben wir gesonderte Behandlungsverträge abgeschlossen: 

  • AOK Rheinland/Hamburg
  • Barmer GEK
  • BKK Gildemeister
  • Techniker
  • BIG direkt
  • Bundesknappschaft
  • IKK classic

Bei den Versicherten dieser Krankenkassen reicht die Einweisung durch den behandelnden Arzt.

Ihr Team des Schlafmedizinischen Zentrums
St. Remigius Krankenhaus Opladen