Innere Medizin

Die Versorgungsschwerpunkte der Inneren Medizin

Gastroenterologie/Darmkrebs

In der Diagnostik von Magen- und Darmerkrankungen, der Gastroenterologie, gilt die Endoskopie als Kernstück. Mit komplett neu ausgestatteten HD-Videoendoskopen der Firma Pentax (mit der Möglichkeit der digitalen Bildverstärkungeoption, sog. virtuelle Chromoendoskopie,  Pentax iScan) wird die Detektion von tumorösen Veränderungen der inneren Oberflächen von Magen, Dünndarm und Dickdarm erheblich erleichtert.  Hierdurch sind viele Erkrankungen direkt erkennbar.

Hinzu kommen vielfältige Eingriffsmöglichkeiten durch die Arbeitskanäle der Endoskope, wie zum Beispiel die Entnahme von Gewebeproben oder die Entfernung von Polypen im Darm, die sich im Laufe der Zeit zu bösartigen Tumoren entwickeln können. Erweitert werden die Möglichkeiten der Endoskopie durch technische Zusatzgeräte, wie die Plasma-Argongastherapie, die insbesondere bei Blutungen im Magen oder Darm, aber auch in der Tumortherapie eingesetzt wird. Alle Endoskopien werden unter einer schonenden und für den Patienten komfortablen Propofol-Sedierung entsprechend den Empfehlungen der Fachgesellschaft durchgeführt.

Im Bereich der Dickdarm-Diagnostik hat die Krebserkrankung einen hohen Stellenwert erlangt, insbesondere da in Deutschland jährlich ca. 70.000 Menschen an Darmkrebs erkranken. Dementsprechend nimmt die Erkrankung in den Bemühungen unzähliger Spezialisten einen großen Raum ein. Daher hat sich die Abteilung für Innere Medizin mit der Abteilung für Viszeral- und Thoraxchirurgie zum Darmzentrum Kplus St. Remigius Leverkusen zusammengefunden, um unter der externen Qualitätssicherung des Westdeutschen Darm-Centrums für Patienten mit Dickdarm-Krebs besonders abgestimmte Behandlungsprogramme anbieten zu können.  Einmal wöchentlich werden alle an Krebs neu erkrankten Patienten in einer interdisziplinären Tumorkonferenz diskutiert und Therapiekonzepte erstellt.

Dickdarm-Spiegelungen (Koloskopien) werden in der Endoskopie auch ambulant durchgeführt (ausgenommen sind Vorsorge-Untersuchungen). Auf Überweisung Ihres Hausarztes können Sie sich unter der Telefonnummer 0 21 71/4 09-5 22 06, montags bis freitags zwischen 8.00 Uhr und 14.00 Uhr anmelden.


Zu den gastroenterologischen Leistungen der Abteilung gehören

  • Magenspiegelungen, auch transnasal
  • Verödung von Krampfadern der Speiseröhre (mittels Gummibandligatur) bzw. des Magenfundus (mittels Histoacrylinjektion)
  • Dickdarmspiegelungen, auch mit sog. Kinderkoloskop
  • endoskopische Untersuchungen der Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwege (ERCP) mit Stenteinlagen
  • alle Ultraschalluntersuchungen (Departmentleiter hat DEGUM Qualifikation Stufe 1)
  • Kapselendoskopie des Dünndarms
  • Endosonografie des oberen Gastrointestinaltraktes (radial und longitudinal) mit endosongrafischen Punktionen und Drainagen sowie mit Kontrastmittel
  • Endoskopische Drainage von Zysten der Bauchspeicheldrüse (Gastrozystostomie und Duodenozystostomie)
  • Anlage von Ernährungssonden durch die Bauchdecke (PEG nach Fadendurchzugs- und Direktpunktionstechnik)
  • Kontrastmittelultraschalluntersuchungen (Departementleiter hat DEGUM CEUS-Zertifikat)
  • Ultraschallgesteuerte Punktionen und Drainagen
  • Erweiterung von Engstellen der Speiseröhre oder des Magen-Darmtraktes bzw. der Gallenwege (Bougierung bzw. Ballondilatation)
  • Einlage von selbst-expandierenden Metallstents in gut- und  bösartige Engstellen von Speiseröhre, Zwölffingerdarm und Gallengang
  • Stationäre Behandlung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa)

Kardiologie

Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung ist die Erkennung und Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen. Hierbei sind die Ultraschallverfahren der Echokardiographie sowohl in der akuten Phase z. B. eines Herzinfarktes wie auch in seiner späteren Behandlung von großer Bedeutung. Die Echokardiographie-Farbdopplergeräte geben Aufschluss über Infarktgröße, Klappenerkrankungen oder Herzwandschwächen und sind somit auch wichtige Hinweise für die weiteren Behandlungen. Hinzu kommen Diagnostik und Therapien besonders im Bereich von Herzrhythmusstörungen, die neben medikamentöser Behandlung optional über die Implantation eines Herzschrittmachers behoben werden können.

Die Abteilung verfügt über eine über 20-jährige Erfahrung mit Ein- und Zweikammerschrittmachern. Regelmäßig wird die Qualität der Schrittmacherimplantationen extern bewertet.
Zur Verbesserung der Versorgung chronisch kranker Patienten wurden strukturierte Behandlungsprogramme für bestimmte Krankheitsbilder entwickelt. Gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten übernimmt das St. Remigius Krankenhaus die qualitativ hochwertige Versorgung im Disease Management Programm Koronare Herzkrankheit (DMP KHK) .

Zu den kardiologischen Leistungen der Abteilung gehören

  • Langzeit Blutdruck- und EKG-Registrierung
  • Belastungs-EKG
  • Echokardiographie (von außen und durch die Speiseröhre)
  • Schrittmacherimplantation
  • Rechtsherzkatheteruntersuchung
  • Spiroergometrie

Intensivmedizin

Leider gibt es immer wieder schwere Krankheitsverläufe, die einen Aufenthalt auf der Intensivstation zur Folge haben. Kennzeichen dieser Station ist ihre hohe technische Ausstattung, die speziell auf die Überwachung der Patienten oder zur besonderen Unterstützung von Körperfunktionen eingerichtet ist. Trotz dieser hoch technisierten Umgebung sollen die Patienten sich so wohl wie möglich fühlen, weshalb ein erfahrener Arzt und ein speziell ausgebildetes Pflegeteam ständig für die Betreuung zur Verfügung stehen.

Besondere Rücksichtnahme gilt den speziellen Behandlungswünschen der Patienten im Rahmen von sogenannten Vorsorgevollmachten.

Zu den intensivmedizinischen Leistungen der Abteilung gehören

  • schwere internistische Erkrankungen betreut durch hohe ärztliche
    und pflegerische Kompetenz und medizinische Hochleistungstechnik
  • Beatmungsmedizin einschließlich nicht-invasiver Beatmung,
    Entwöhnung von Langzeitbeatmungspatienten (Weaning)

Diabetologie

Über sechs Millionen Menschen in Deutschland sind Diabetiker. Sie bedürfen einer intensiven Schulung und Behandlung, um Spätfolgen wie Nerven- und Sehschäden oder chronisches Nierenversagen zu verhindern. Das Diabetesteam der Abteilung besteht aus zwei von der Deutschen Diabetes Gesellschaft speziell weitergebildeten Ärzten sowie einer Diabetesberaterin und einer Diätassistentin. Es werden Neueinstellungen und Behandlungsumstellungen in allen Krankheitsstadien durchgeführt. Meist erfolgt dies nach Einweisung über diabetologische Schwerpunktpraxen. Begleitend hierzu findet eine ausführliche Schulung (häufig) unter Einbeziehung der Ehepartner statt.

Schwangere Diabetikerinnen werden in enger Kooperation mit den Ärzten der gynäkologischen Abteilung besonders intensiv betreut.

Viele Diabetiker sind vom diabetischen Fußsyndrom betroffen, das noch immer häufig zu Amputationen führt. Durch ein aufwändiges Wundmanagement ist es zumeist möglich, dies zu verhindern. Deshalb werden diese Patienten nicht nur in einer speziellen Ambulanz, sondern auch stationär behandelt. Besonders ausgebildete Wundmanagerinnen aus der Pflege stehen den Patienten hilfreich zur Seite.

Zu den diabetologischen Leistungen der Abteilung gehören

  • Neueinstellungen bei Ersterkrankungen
  • Therapieumstellungen
  • Behandlung des diabetischen Fußsyndroms
  • Stationsbegleitende Schulungen
  • Diätberatung

Lungen- und Bronchialheilkunde

Logo Lungenzentrum

Erkrankungen im Bereich der Atemwege und der Lunge nehmen ständig zu. Damit wächst der Bedarf an Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten im Bereich der Lungen- und Bronchialheilkunde, so dass der Fachbereich Pneumologie auf- und ausgebaut wurde. So wurde ein umfangreiches Lungenfunktionslabor eingerichtet mit Untersuchungsmöglichkeiten zur Lungenfunktion wie z.B. bodyplethysmographische Messungen, Provokationsmessungen, Messungen der Diffusionskapazität und Bestimmung von Blutgasanalysen. Hierzu gehört auch ein allergologisches Labor, in dem Haut- und Labortestungen sowie spezifische nasale und pulmonale Provokationen durchgeführt werden können, um Allergien zu diagnostizieren.

Um die Kompetenz weiter auszubauen, verfügt die Abteilung seit kurzem über ein endobronchiales Ultraschallgerät (EBUS). Die Bronchoskopie gehört zu den minimal-invasiven, optischen Untersuchungsverfahren in der Lungenheilkunde. Beim endobronchialem Ultraschall ist das Bronchoskop zusätzlich mit einem Ultraschallkopf ausgerüstet und liefert damit nicht nur analog-optische, sondern auch sonografische Bilder der Luftwege. So können zusätzlich zu den Schleimhäuten auch die darunter liegenden Gewebsbereiche, die Bronchialwände, und zudem auch Strukturen in der Umgebung der Lunge, wie z.B. die Lymphknoten, dargestellt werden. Auffälligkeiten und Veränderungen lassen sich aufgrund der genaueren Informationen mit größerer Sicherheit beurteilen, und Gewebsentnahmen aus der Bronchialwand können unter Umständen vermieden werden. Das EBUS-Verfahren verbessert nicht nur die Krebsdiagnostik, sondern erhöht auch die Sicherheit und den Komfort für Patienten.

Zahlreiche Lungenerkrankungen sowie Erkrankungen der Atemwege sind unter Ruhebedingungen im kompensierten Zustand, d. h. sie verursachen keine akuten Beschwerden. Erst unter Belastungen werden diese bemerkt und vom Patienten beklagt. Um auch hier adäquate Diagnostik betreiben zu können, werden zahlreiche Belastungsuntersuchungen angewandt. Hierzu zählen

  • Belastungsuntersuchung mit Überprüfung der Blutanalyse
  • 6-Minuten-Gehtest sowie Laufband- und Fahrrad-Spiroergometrien.
    So kann z. B. ein belastungsinduziertes Asthma bronchiale diagnostiziert werden.
  • Rechtsherzkatheter in Ruhe und unter Belastung (Fahrradergometer)
  • Provokation und Medikamententestung bei pulmonaler Hypotonie

Zu den Leistungen der Lungen- und Bronchialheilkunde gehören

  • Spiegelungen des Brustkorbs und der Atemwege
  • Tumortherapie mit der Argon-Plasmakoagulation
  • Bodyplethysmographische Messungen
  • Provokationsmessungen
  • Messungen der Diffusionskapazität
  • Bestimmung von Blutgasanalysen
  • Allergologisches Labor
  • Sportmedizinische Leistungsdiagnostik

COPD (Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)

Auswurf, Husten, Atemnot – die so genannten AHA-Symptome sind charakteristisch für die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD. Als wichtigster Risikofaktor gilt das Rauchen, aber auch länger andauernde Reizungen der Lunge mit Schadstoffen durch Staub oder gefährliche Gase  können eine Erkrankung begünstigen. Rund 15 Prozent der Deutschen über 40 Jahren erkranken an dieser dauerhaften Verengung der Bronchien. Ursachen für diese Verengung ist eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus), ein Anschwellen der Bronchial-Schleimhaut (Ödem) sowie eine krankhaft erhöhte Schleimproduktion (Dyskrinie). Als Folge kommt es zu einer krankhaften Überblähung der Lunge, so dass eine normale Atmung nicht mehr möglich ist. Durch unvollständiges Ausatmen und dadurch bedingtes geringes Einatmen frischer Luft kommt es zu einem Luftstau. Durch die eingeschränkte Belastbarkeit, dem Vermeiden von Aktivitäten, dadurch bedingtem Muskelabbau und Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems kommt es zu einer Verstärkung der COPD-Beschwerden. Behandelt wird die COPD mit Medikamenten, die die Bronchien erweitern (Bronchodilatatoren) sowie einer Sauerstoff-Langzeitherapie. Auch Lungensport und Atemtherapie wirken sich verzögernd auf den Krankheitsverlauf aus.

Endoskopie

In der Endoskopie werden alle Spiegelungen des Magen-Darm-Kanals und der Bronchien durchgeführt. Die Untersuchungen werden alle mit moderner Videotechnik inklusive der Videobronchoskopie angeboten. Oft sind neben einer Diagnosestellung hierbei auch therapeutische Eingriffe möglich, die operative Maßnahmen ersparen. So werden folgende Eingriffe endoskopisch durchgeführt

  • Abtragung von Polypen in Magen und Darm
  • Spiegelungen des Brustkorbs (Videothorakoskopie).
    Spiegelungen der Atemwege mit dem flexiblen oder starren Bronchoskop
  • Lokale Tumortherapie (APC) im Bronchien- und Magen-Darm-Trakt
  • Spezielle Gefäßzugänge wie Port-Anlagen und Anlage von Demers-Katheter
    zur Dialysetherapie sind ebenfalls möglich.
  • Laryngoskopie (VCD, Stimmbanddysfunktion)

Ultraschalldiagnostik

Mit dieser Technik können innere Organe des Bauches, die Nieren und Harnwege, Blutgefäße und das Herz eingesehen und ohne Schmerzen oder Belastung des Patienten untersucht werden. Spezielle Geräte, farbcodierte Doppler- und Duplexsonographie des Herzens und der Gefäße machen zusätzlich eine Untersuchung der Blutströmungsverhältnisse in den verschiedenen Körperregionen möglich. Dadurch können wichtige diagnostische Hinweise bei vielen Erkrankungen gewonnen werden. Zusätzlich können ultraschallgesteuert Probeentnahmen innerer Organe erfolgen.

Sportmedizinische Leistungsdiagnostik

Die Abteilung verfügt über die Möglichkeit, sportmedizinische Leistungsdiagnostik durchzuführen. Diese kann als Laufband- oder Fahrrad-Spiroergometrie durchgeführt werden, ebenso als Lactat-Leistungsdiagnostik oder in der Kombination von beidem. Hierdurch können Aussagen über die Trainingssteuerung sowie Trainingsintensität getroffen werden. Auch der Trainingszustand eines Probanden ist gut darstellbar. Im Verlauf können so Leistungssteigerungen erkannt werden. Sporttauglichkeitsprüfungen und gutachterliche Stellungnahmen gehören ebenfalls zu diesem Aufgabenbereich.

Die sportmedizinischen Untersuchungen können auch ambulant durchgeführt werden. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter der Telefonnummer 0 21 71/4 09-5 23 51.

Schlafmedizinisches Zentrum Leverkusen mit Schlaflabor

Die Innere Abteilung des St. Remigius Krankenhauses Opladen verfügt über ein Schlafmedizinisches Zentrum mit einem modernen Schlaflabor zur Diagnostik und Therapie schlafbezogener Erkrankungen. Nähere Informationen finden Sie hier.