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Juli 2016

Allen Kindern eine Zukunft geben: Das St. Josefs Krankenhaus Hilden hilft dabei

Häusliche Gewalt, minderjährige Mütter, Multiproblemfamilien: Bundesweit wachsen mehr als fünf Prozent der Kinder in schwierigen Verhältnissen auf. Seit fünf Jahren hilft das St. Josefs Krankenhaus Hilden als Stützpunkt des Präventionsprojekts Kinderzukunft NRW, frühestmöglich die Situation für die Betroffenen zu verbessern.

Der Clou des Projekts ist der frühe Zeitpunkt der Hilfe: Das Präventionsmodell setzt in der von Chefarzt Krystian Kuboth geleiteten Geburtsklinik des St. Josefs Krankenhaus Hilden an. Dort besucht eine Koordinatorin – im St. Josefs Krankenhaus ist das die Hebamme Astrid Leckenbusch – alle Mütter. Erkennt Sie dabei beispielsweise handfeste Drogen- oder Alkoholprobleme, finanzielle Nöte oder familiäre Überlastung, werden Kinder- und Frauenärzte, Schwangerschaftsberatungsstellen und die Jugendhilfe eingeschaltet.
Chefarzt Krystian Kuboth bringt es auf den Punkt: „Es geht nicht um Kontrollen, sondern ums Kümmern. Wir wollen rechtzeitig Unterstützung und Beratung anbieten." Fallen Probleme schon während der Schwangerschaft auf, versucht das Netzwerk ebenfalls zu helfen – je früher, desto besser.

„Nachhaltig und übertragbar" sei das vom St. Josefs Krankenhaus getragene Modell, ist Dr. Wilfried Kratzsch überzeugt und hat jetzt der Direktorin Monika Felkl seine „besondere Hochachtung" für die Zusammenarbeit in den vergangenen fünf Jahren ausgesprochen. Der Vorsitzende von Kinderzukunft NRW lobt außerdem die regelmäßigen fach- und fallübergreifenden Gesprächsrunden, bei denen sich nicht nur die Experten des St. Josefs Krankenhauses, sondern auch niedergelassene Ärzte, Hebammen und Vertreter des Gesundheits- und des Jugendamts austauschen, um gefährdeten Familien zu helfen. Dr. Wilfried Kratzsch: „Diese Gespräche haben zu einem Abbau von Vorurteilen und zu einer gegenseitigen Wertschätzung geführt." Das Projekt Zukunft NRW ist Teil der Stiftung  Deutsches Forum Kinderzukunft und wurde von Dr. Wilfried Kratzsch ins Leben gerufen.



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