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Oktober 2017

Patientenforum im St. Josef Krankenhaus Haan: "Wenn die Galle drückt"

Etwa jeder Zehnte hat Gallensteine, oft ohne davon zu wissen. Doch wenn sie den Abfluss der Gallenflüssigkeit in den Darm blockieren können Koliken oder Entzündungen die Folge sein. Während des Patientenforums „Wenn die Galle drückt“ in der Aula des St. Josef Krankenhauses Haan am Mittwoch, 11. Oktober 2017 ab 17 Uhr, klären Dr. Thomas Ehmann und Dr. Henning Henke, Chefärzte am St. Josef Krankenhaus Haan, über Ursachen, Diagnose und Therapie auf. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Experten für die Galle: die Chefärzte Dr. Henning Henke (oben) und Dr. Thomas Ehmann (unten).

Zum Patientenforum "Wenn die Galle drückt" laden am Mittwoch, 11. Oktober 2017, die Chefärzte Dr. Henning Henke (oben) und Dr. Thomas Ehmann (unten) ab 17 Uhr in die Aula des St. Josef Krankenhauses Haan ein.

Zwar zählt die Galle nicht zu den lebenswichtigen Organen im menschlichen Körper. "Trotzdem hat sie wichtige Aufgaben und Funktionen", sagt Dr. Henning Henke, Chefarzt der Inneren Medizin am St. Josef Krankenhaus Haan. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Fettverdauung. Kommen beispielsweise fette Speisen im Darm an, wird Gallenflüssigkeit ausgeschüttet, die die Fette verdaulich machen. Allerdings können sich in der Gallenflüssigkeit Kristalle bilden, aus denen mit der Zeit Gallensteine – sowohl in der Gallenblase als auch in den Gallengängen – heranwachsen können.

"Interessanterweise bleiben etwa zwei Drittel der Betroffenen komplett beschwerdefrei", sagt Dr. Thomas Ehmann. Der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Josef Krankenhaus Haan weiter: "Handelt es sich jedoch nicht um solche ‚stummen Steine‘ können krampfartige Schmerzen im rechten und mittleren Oberbauch auftreten." Neben diesen Koliken sind auch Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Blähungen und Unverträglichkeiten bestimmter Nahrungsmittel typische Begleiterscheinungen.

Sobald Gallensteine Beschwerden verursachen, müssen sie behandelt werden. "Sonst kann es zu schweren Komplikationen kommen", sagt Dr. Henning Henke, der viele Steine in den Gallengängen während einer endoskopischen Untersuchung entfernen kann. Wie bei einer Magenspiegelung wird ein Endoskop bis zum Zwölffingerdarm vorgeschoben und die Steine mit einem Miniaturkörbchen eingefangen und über das Schlauchsystem entfernt. "Während der Untersuchung können größere Steine auch medikamentös oder mit Ultraschallwellen verkleinert werden, damit wir sie entfernen können", so Dr. Hennig Henke.

Ist jedoch die Gallenblase mit Steinen gefüllt, die den des Verdauungssaftes behindern, ist die operative Entfernung der Gallenblase der sicherste Weg. "So hat man die Ursache gleich mit beseitigt", sagt Dr. Thomas Ehmann. Die Gallenblase wird über winzige Hautschnitte in der Bauchdecke minimal-invasiv entfernt. Das Wichtigste für Dr. Thomas Ehmann, der seit Juli 2017 Chefarzt in Haan ist: "Nach der Entfernung der Gallenblase ist der Patient beschwerdefrei und muss auch keine Diät halten."



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